Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kredit-nokia-bekommt-500-millionen-euro-fuer-5g-von-der-eu-1808-136210.html    Veröffentlicht: 27.08.2018 17:05    Kurz-URL: https://glm.io/136210

Kredit

Nokia bekommt 500 Millionen Euro für 5G von der EU

Nokia wird von der EU gefördert und bekommt einen Kredit von der European Investment Bank. Der finnische Netzwerkausrüster schreibt Verluste und braucht Geld für die 5G-Entwicklung.

Die EU-Kommission gewährt dem finnischen Netzwerkausrüster Nokia einen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro für eine schnellere Entwicklung von 5G. Das teilten EU und Nokia am 27. August 2018 mit. Die European Investment Bank (EIB) wird den Kredit über den Juncker-Plan gewähren.

Einige Monate zuvor erhielt der schwedische Ausrüster Ericsson dieselbe Unterstützung. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte im Jahr 2014 den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (Efsi) gegründet, der Investitionen von 335 Milliarden Euro auslösen soll. In den Juncker-Plan waren aber auch Investitionen eingerechnet, die bereits länger vorgesehen waren.

EIB-Vizepräsident Alexander Stubb, verantwortlich für die Kreditvergabe in Nordeuropa, sagte: "5G passiert schnell, schneller als die meisten Leute erwartet haben."

End to End: Nokia will Marktführer bei 5G werden

Kristian Pullola, Finanzvorstand von Nokia, sagte: "Diese Finanzierung stärkt unsere 5G-Forschungsanstrengungen und setzt die breitere Dynamik fort, die wir bereits in diesem Jahr in Bezug auf Kundengewinne und Entwicklungserfolge gesehen haben, und unterstützt unseren unermüdlichen Einsatz, ein echter End-to-End- 5G-Marktführer zu sein."

Nokia braucht dringend Geld: Nokia verzeichnete im zweiten Quartal 2018 erneut einen Umsatzrückgang und Verlust. Das gab das Unternehmen Ende Juli 2018 bekannt. Der Umsatz fiel um 6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Der Verlust lag bei 266 Millionen Euro, nach 437 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Microsoft hatte im September 2013 Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörigen Patenten für rund 5,44 Milliarden Euro gekauft.  (asa)


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