Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/new-wave-unitymedia-beschleunigt-seine-basis-internetanschluesse-1808-135928.html    Veröffentlicht: 09.08.2018 16:29    Kurz-URL: https://glm.io/135928

New Wave

Unitymedia beschleunigt seine Basis-Internetanschlüsse

Rund 500.000 Kunden von Unitymedia nutzen noch Internetzugänge mit Datenraten unter 20 MBit/s. Deren Anschlüsse werden jetzt ohne Aufpreis schneller geschaltet.

Unitymedia gewährt seinen Kunden mit Basis-Internetanschluss eine höhere Datenübertragungsrate. Das gab das Unternehmen am 9. August 2018 bekannt. Rund eine halbe Million Bestandskunden erhalten bis Ende November 2018 eine Datenrate von 30 MBit/s ohne Aufpreis.

"Das betrifft alle unsere Bestandskunden, die derzeit noch unter 30 MBit/s surfen, zum Beispiel Kunden mit Altverträgen", sagte ein Unitymedia-Sprecher Golem.de auf Anfrage. Derzeit hätten über 50 Prozent der vom kostenlosen Upgrade betroffenen Kunden noch einen Zugang unter 20 MBit/s.

Unitymedia-Neukunden buchten den Angaben zufolge im zweiten Quartal 2018 zu über 80 Prozent Datenraten von 150 MBit/s und mehr. Bei Internetzugängen und im Bereich Telefonie verzeichnete der Kabelnetzbetreiber Zuwächse von 38.000 beziehungsweise 37.000 Abos. Zum 30. Juni 2018 hatte Unitymedia 7,2 Millionen Kunden.

Liberty Global hat mit Unitymedia bereits abgeschlossen

Der Umsatz des Kabelnetzbetreibers stieg um 5 Prozent auf 611 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Angaben zum Gewinn weist Unitymedia nicht aus.

Das Programm New Wave bezieht sich auf die drei Bereiche Netz, Produkte und Kundenservice. Kapazitätserweiterungen im Netz und die Modernisierung maroder Hausverteilanlagen gehören auch zu den Maßnahmen, mit denen das Unternehmen Leistung, Stabilität und Zuverlässigkeit verbessern will.

Liberty Global, der Mutterkonzern von Unitymedia, weist in seinem Quartalsbericht die Landesgesellschaften in Österreich und in Deutschland, Ungarn, Rumänien und in der Tschechischen Republik nicht mehr aus. Diese Bereiche wurden an die Vodafone Group verkauft. Der Zusammenschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden, der EU-Kommission und des Bundeskartellamts. Das Landesgeschäft von Liberty Global in Österreich ging an die Deutsche Telekom.  (asa)


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