Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nach-stellenabbau-ibm-plant-2-200-neueinstellungen-im-deutschsprachigen-raum-1808-135898.html    Veröffentlicht: 08.08.2018 11:56    Kurz-URL: https://glm.io/135898

Nach Stellenabbau

IBM plant 2.200 Neueinstellungen im deutschsprachigen Raum

IBM sucht viele Experten im Bereich KI, Blockchain und Internet der Dinge. Nach massivem Stellenabbau sei es laut Verdi an der Zeit, auch mit den bestehenden Beschäftigten diese Kompetenzen aufzubauen.

IBM will in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Arbeitsplätze schaffen. Das gab der IT-Konzern am 8. August 2018 bekannt. In den folgenden drei Jahren sollen bis zu 2.200 neue Beschäftigte im deutschsprachigen Raum eingestellt werden. Gesucht werden Experten in den Bereichen künstliche Intelligenz, Blockchain und Internet der Dinge.

Der Schwerpunkt der geplanten Neueinstellungen liege bei Bewerbern mit Kernkompetenzen in den Bereichen KI, Data Science, Beratung, Architektur und IT-Design in den neuen Technologien. Der Ausbau des IBM-Teams sei ein deutliches Bekenntnis des US-Konzerns zu der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). IBM hat in der Zeit von 2007 bis 2017 nach Informationen der Wirtschaftswoche rund 7.100 Stellen in Deutschland abgebaut. Das entspricht 34 Prozent, also mehr als einem Drittel der Belegschaft. Im Jahr 2007 hatte der IT-Konzern in Deutschland noch 20.600 Beschäftigte, im vergangenen Jahr waren es nur noch rund 13.500. Matthias Hartmann, Chef von IBM Deutschland, sagte dem Handelsblatt, IBM wolle sich besonders um "komplexe, integrierte Projekte" bemühen, etwa die elektronische Patientenakte für das Smartphone, die mehrere Krankenkassen nutzen wollen.

Verdi zum Stellenaufbau bei IBM

"Ein Stellenaufbau ist erst einmal ein gutes Signal für die IBM. Ich hoffe, dass es sich tatsächlich um ein nachhaltiges Programm zur Beschäftigungssicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze handelt", sagte Bert Stach, Verdi-Konzernbetreuer für IBM. Etwas über 700 Einstellungen pro Jahr könnten auch gerade ausreichen, um den Abbau durch natürliche Fluktuation zu kompensieren.

Wichtig sei nun, dass auch die IBM-Beschäftigten, die schon seit Jahren für den IT-Konzern arbeiteten, mitgenommen würden. Wenn tatsächlich Arbeit in Zukunftsthemen aufgebaut werden solle, dann biete der Tarifvertrag Qualifizierung die Basis, auch mit den bestehenden Beschäftigten entsprechende Kompetenzen aufzubauen.  (asa)


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