Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/star-citizen-chris-roberts-ueber-sieg-und-pay-to-win-im-online-universum-1808-135880.html    Veröffentlicht: 07.08.2018 12:40    Kurz-URL: https://glm.io/135880

Star Citizen

Chris Roberts über Sieg und Pay-to-Win im Online-Universum

Die Community diskutiert das Wirtschaftssystem in Star Citizen und das Problem der Überlegenheit finanzstarker Spieler. Nun hat sich Chefentwickler Chris Roberts geäußert: Eigentlich gebe es weder Sieg noch klar definierte Ziele.

Bei Star Citizen sorgt erneut das liebe Geld für Diskussionen in der Community. Allerdings geht es diesmal nicht um Rückgabe und Erstattung teuer gekaufter Raumschiffe, sondern um das Wirtschaftssystem in dem Online-Universum. Hintergrund: Die Entwickler haben kürzlich die Begrenzung für die Menge an virtuellem Geld entfernt, das man besitzen kann. Nun gibt es die Befürchtung, dass finanzstarke Spieler es noch einfacher haben, sich Vorteile zu erkaufen.

Nachdem die Diskussionen in den Foren schon etwas länger laufen, hat sich nun Chefentwickler Chris Roberts in einem offenen Brief zu dem Thema gemeldet. Er schreibt, dass die Entfernung des Limits von 150.000 United Earth Credits (UEC) nötig gewesen sei, damit sich in Star Citizen langfristig ein funktionierendes Wirtschaftssystem auf Basis von Angebot und Nachfrage aufbauen könne.

Bislang sei es etwa nicht möglich gewesen, dass ein Spieler seine für echtes Geld erstandenen Raumschiffe oder andere virtuelle Güter zu angemessenen Preisen verkauft. Die UEC sind direkt in der Alpha von Star Citizen noch nicht nutzbar, Spieler können das Geld aber bereits sammeln.

Die Gefahr von Pay-to-Win sieht Roberts nicht: Star Citizen sei "ein persistentes Universum als Sandbox ohne Endspiel und ohne so etwas wie einen Sieg-Status" - wo kein Sieg, da auch kein Pay-to-Win, so die Logik von Roberts. "Ihr gewinnt, indem ihr Spaß habt, und Spaß ist für verschiedene Menschen etwas anderes", so der Entwickler.

Außerdem gebe es in Star Citizen keine Abogebühren, nach dem Kauf des Einsteigerpakets sei das Spiel grundsätzlich kostenlos. Alle Gegenstände, die man dann kaufen könne, seien auch erspielbar - und nicht alle Extras könne man für Geld erstehen.

Die Themen Geld und Bezahlinhalte sorgen innerhalb der Community von Star Citizen schon immer für Diskussionen. Kein Wunder: Die Entwickler haben vermögenden Weltraumabenteurern immer wieder mal ein Angebot wie das eines Raumschiffsbundles für 27.000 US-Dollar gemacht. Zuletzt gab es wiederholt Fälle, in denen Spieler erfolglos versucht haben, ihr Geld wieder zurückzubekommen. Das Entwicklerstudio hinter dem Projekt hat insgesamt bislang fast 192 Millionen US-Dollar per Crowdfunding gesammelt.  (ps)


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