Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/qin-auch-xiaomi-bringt-zwei-feature-phones-1808-135853.html    Veröffentlicht: 06.08.2018 13:18    Kurz-URL: https://glm.io/135853

Qin

Auch Xiaomi bringt zwei Feature Phones

Xiaomi hat mit den Qin-Handys zwei Feature Phones vorgestellt, die einfach ausgestattet sind und weniger als 40 Euro kosten. Trotz Hardware im Low-End-Bereich sollen die Geräte einige Komfortfunktionen wie einen automatischen Übersetzer bieten.

Der chinesische Hersteller Xiaomi hat mit dem Qin 1 und dem Qin 1s zwei Handys vorgestellt, die Nutzern die Basisfunktionen eines Mobiltelefons bieten und dafür sehr preiswert sind. Das Qin 1 kostet umgerechnet 25 Euro, das Qin 1s 37 Euro. Damit macht auch der Smartphone-Hersteller mit den aktuell stärksten Wachstumszahlen beim aktuellen Handy-Hype mit.

Xiaomi hat den beiden Handys aber noch ein paar Extrafunktionen spendiert, die die Geräte von der Konkurrenz abheben. So verfügen die Mobiltelefone über einen eingebauten Übersetzer, der Spracheingaben übersetzen kann. Zudem lassen sich die Handys als Infrarot-Fernbedienungen verwenden.

Das Qin 1 ist ein sehr einfach ausgestattetes Gerät: Laut Globemobiles.com arbeiten im Innern Mediateks MT6260A, ein fünf Jahre altes SoC. Die Speicherausstattung wird in Megabytes angegeben: Der RAM ist 8 MByte groß, der Flash-Speicher 256 MByte. Das Handy funkt nur im GSM-Netz, hat aber einen eingebauten WLAN-Empfänger. Mit GPS-Signalen kann das Gerät hingegen nichts anfangen.

Das Qin 1s hingegen ist besser ausgestattet: Es kommt mit einem SC9820E-SoC von Spreadtrum, 16 MByte RAM und 512 MByte Flash-Speicher. Anders als das Qin 1 beherrscht das teurere Modell auch LTE-Verbindungen und hat ein GPS-Modul eingebaut. Eine Kopfhörerbuchse haben beide Modelle nicht, unterstützen dafür Bluetooth in der Version 4.2.

Xiaomi hat die beiden Handys im Rahmen eines Crowdfundings finanziert. Das Finanzierungsziel wurde mittlerweile bereits erreicht. Dass die Geräte offiziell nach Europa kommen, ist eher unwahrscheinlich. Aufgrund der verwendeten Frequenzen ist es zudem fraglich, ob die Handys in unseren Netzen überhaupt funktionieren. Produziert werden die Geräte von einem Dritthersteller, wie Xiaomi auf der Crowdfunding-Seite angibt.  (tk)


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