Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/elektromobilitaet-ups-laesst-sich-von-thor-neuen-e-truck-bauen-1808-135773.html    Veröffentlicht: 01.08.2018 07:43    Kurz-URL: https://glm.io/135773

Elektromobilität

UPS lässt sich von Thor neuen E-Truck bauen

UPS lässt zahlreiche Firmen Elektrofahrzeuge für den Lieferverkehr bauen. Nun ist das Startup Thor beauftragt worden, zwei schwere Sattelschlepper mit Elektroantrieb zu produzieren.

UPS setzt nicht nur auf den Tesla-Elektro-Lkw, sondern kooperiert nun auch mit dem in Los Angeles ansässigen Startup Thor. Das Unternehmen baute zwei Elektrolastwagen, die UPS sechs Monate lang testen wird. Dabei sollen die Haltbarkeit, die Reichweite, die technische Integration und das Gesamtkonzept geprüft werden. Wenn sich die Thor-Trucks bewähren, will UPS zusätzliche Anschaffungen tätigen.

Carlton Rose, President of Global Fleet Maintenance and Engineering bei UPS, sagte: "UPS glaubt an die Zukunft von Elektronutzfahrzeugen. Wir wollen die Forschung unterstützen, die notwendig ist, um Fortschritte zu erzielen, und die Unternehmen, die diese innovativen Produkte entwickeln. Die Leistung unserer Flotte ist entscheidend. Wir freuen uns, dieses Fahrzeug auf die Straße zu bringen, um zu testen, wie es sich bei Fahrten in und um Los Angeles schlägt."

Die Reichweite des Elektro-Lkw soll nur 160 km betragen. Eine günstige Version, die wohl eher für den Werksverkehr gedacht ist und 80 km weit kommen soll, ist ebenfalls geplant. Dort wird von einem Stückpreis von 68.000 US-Dollar ausgegangen.

Thor ist ein kleines Startup und hat nicht die Ressourcen, um einen Lkw komplett alleine zu bauen. Laut einem Bericht der Website Trucks.com verwendet Thor für den ET-One ein modifiziertes Navistar-Chassis, Schwerlastachsen von Dana und Elektromotoren von Hydro-Quebecs Tochterfirma TM4.

Vom in Ohio ansässigen Lkw-Hersteller Workhorse bestellte UPS jüngst 1.000 Elektrolieferwagen. Der N-Gen Elektrolastwagen soll eine Reichweite von 160 km erzielen und kann auch mit einem Range-Extender bestellt werden. Dieser Verbrennungsmotor erhöht die Reichweite mit einer Tankfüllung um weitere 120 km und lädt den Akku wieder auf.

In London ist ebenfalls eine kleine UPS-Flotte rein elektrisch betriebener Lieferwagen unterwegs, in New York werden 1.500 UPS-Lastwagen elektrifiziert. Außerdem bestellte UPS 125 Sattelschlepper bei Tesla.

Dennoch ist das Elektroengagement bisher nur gering: UPS hat derzeit etwa 35.000 Lkw mit Diesel- oder Benzinmotoren im Einsatz.

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