Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/faire-smartphones-fairphone-erreicht-ziel-bei-crowdfunding-finanzierung-1807-135749.html    Veröffentlicht: 30.07.2018 17:25    Kurz-URL: https://glm.io/135749

Faire Smartphones

Fairphone erreicht Ziel bei Crowdfunding-Finanzierung

Per Crowdfunding will Fairphone sich frisches Kapital verschaffen - die Unterstützer werden gleichzeitig Anteilseigner am Unternehmen. Das Finanzierungsziel hat das niederländische Unternehmen jetzt erreicht, die genutzte Funding-Plattform schätzt die Risiken aber durchaus als hoch ein.

Das niederländische Unternehmen Fairphone hat das selbst gesteckte Ziel von einer Million Euro bei seiner Crowdfunding-Finanzierung erreicht. Der Hersteller der nachhaltiger und fairer gefertigten Fairphone-Smartphones hat fast 1,3 Millionen Euro erzielt.

Das Geld will Fairphone für die Finanzierung seines laufenden Geschäftsbetriebs sowie dessen Ausweitung verwenden und nicht für ein neues Smartphone-Modell. Unterstützer werden durch ihre Investition zu Anteilseignern, die bei Erfolg des Unternehmens finanziell davon profitieren können.

Die Investition ist auf fünf Jahre ausgelegt, der jährliche Zinssatz soll fünf Prozent betragen. Die Auszahlungen sollen quartalsweise erfolgen. Wie der Investment-Übersicht ebenfalls zu entnehmen ist, nehmen die Crowdfunding-Unterstützer aber eine Sonderrolle ein: Sie haben nicht die vollen Rechte, die den bisherigen Anteilseignern zukommen.

So müssen die Crowdfunding-Unterstützer ihre Anteile veräußern, wenn mindestens 50 Prozent der regulären Anteilseigner verkaufen. So soll verhindert werden, dass die Crowdfunder den Verkauf verhindern.

Der Crowdfunding-Anbieter Oneplanetcrowd, über den die Finanzierungsaktion läuft, schätzt die Risiken der Investition als hoch ein. Fairphone sei ein Unternehmen, das weitere Finanzierung im Jahr 2018 und darüber hinaus benötige, um sein Geschäft aufrechtzuerhalten. Das Risiko, dass Bankdarlehen oder andere Finanzierungen nicht rechtzeitig aufgetrieben werden können, sei signifikant hoch.

Risiken sind nicht zu vernachlässigen

Ein weiteres Risiko stellt der volatile Markt dar, in dem Fairphone operiert. Bei den Zulieferern kann es zu Problemen kommen, die den Erfolg des Geschäfts gefährden können. Zudem sind die Wachstumsprognosen Oneplanetcrowd zufolge nicht eindeutig, was zu nicht ausreichenden Einnahmen führen kann.

Die Finanzierungskampagne läuft noch bis Mitte August 2018. Bei einer Summe von 2,5 Millionen Euro soll die Finanzierung abgeschlossen und keine weiteren Investitionen mehr möglich sein. Die Mindestinvestition liegt bei 250 Euro.  (tk)


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