Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spekulationen-um-scarlett-naechste-xbox-erscheint-auch-als-hybrid-streaming-konsole-1807-135645.html    Veröffentlicht: 24.07.2018 10:04    Kurz-URL: https://glm.io/135645

Spekulationen um Scarlett

Nächste Xbox erscheint auch als Hybrid-Streaming-Konsole

Ein Teil des Spiels wird über die Azure-Cloud gestreamt, ein Teil lokal auf relativ günstiger Hardware berechnet: Das ist einem Leak zufolge das Konzept der nächsten Xbox. Auch eine High-End-Version soll geplant sein.

Es gibt neue Hinweise auf das Konzept, das Microsoft für seine nächste Xbox verfolgt - die Firma arbeitet laut Berichten aus dem Juni 2018 unter dem Codenamen Scarlett daran. Laut einem neuen Leak, über den das Portal Thurrott berichtet, erscheint die Konsole in zwei Versionen. Die eine soll ähnlich aufgebaut sein wie aktuelle Hardware. Die andere soll auf eine Mischung aus lokal berechneten Elementen und Streaminginhalten setzen, die über die Azure-Cloud von Microsoft bereitgestellt werden.

So könnten in einem Actionspiel zeitkritische Elemente wie die Eingaben des Spielers, die Grafikberechnungen und die Kollisionsabfragen lokal berechnet werden. Das wäre dann immerhin schneller als auf Geräten, die ausschließlich auf Streaming setzen und vollständig von der Qualität der Internetanbindung abhängig sind. Trotzdem könnte Microsoft für diese Version der nächsten Xbox möglicherweise relativ günstige Bauteile verwenden und so den Preis niedrig halten. Eine teurere High-End-Version könnte alle Inhalte lokal berechnen und so ein etwas besseres Spielerlebnis bieten, etwa höhere Bildraten und Grafikauflösungen.

Ein paar Herausforderungen gibt es bei dem Konzept. So müssten Entwickler ihre Spiele für zwei recht unterschiedliche Systeme programmieren. Selbst wenn diese viele Gemeinsamkeiten haben, dürfte das eine Herausforderung sein. Thurrett schreibt ausdrücklich, dass alle Spiele auf allen Versionen der nächsten Xbox laufen sollen. Unklar ist, ob Spieler auf der Streaming-Xbox für die Anbindung an die Cloud ein Abo oder Ähnliches abschließen müssten - das würde den Preisvorteil für die günstigere Hardware langfristig aufheben, wäre aber eine interessante Einnahmequelle für Microsoft.

US-Medien spekulieren derzeit auf Basis von Aussagen des Xbox-Chefs Phil Spencer, dass die nächste Xbox im Jahr 2020 auf den Mark kommen könnte - bestätigt ist das aber nicht. Die Basistechnologie soll erneut von AMD stammen und das Gerät rückwärtskompatibel sein. Konkurrent Sony hat die Playstation 5 erst für 2021 angekündigt. Es scheint aber denkbar, dass der Konzern ebenfalls ein Jahr früher startet, um Microsoft keinen Vorsprung zu gewähren. Bei der nächsten Sony-Konsole wird voraussichtlich die Navi- und Zen-Technik von AMD zum Einsatz kommen.  (ps)


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