Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/feikom-bundesnetzagentur-senkt-preis-fuer-rufnummernmitnahme-1807-135573.html    Veröffentlicht: 19.07.2018 14:12    Kurz-URL: https://glm.io/135573

Freikom

Bundesnetzagentur senkt Preis für Rufnummernmitnahme

Die Bundesnetzagentur hat das Entgelt für die Rufnummernmitnahme bei einem Anbieter gesenkt. Weitere Festlegungen dürften folgen, der Preis sollte maximal bei 9,61 Euro liegen.

Die Bundesnetzagentur hat ein Entgelt von 39,90 Euro für die Mitnahme einer Ortsnetzrufnummer untersagt. Höchstens 9,61 Euro netto dürfen dafür verlangt werden. Das gab die Regulierungsbehörde bekannt. Die Bundesnetzagentur war wegen einer Verbraucherbeschwerde gegen den Netzbetreiber Freikom aktiv geworden.

Verbrauchern dürften nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Bundesnetzagentur habe den Preis von 9,61 Euro im europäischen Preisvergleich ermittelt. Unternehmen könnten für die Leistung auch ein niedrigeres oder gar kein Entgelt erheben.

Das angeordnete Entgelt liege deutlich unter der bislang am Markt üblichen Höchstgrenze von 29,95 Euro. "Höhere Kosten sind von der Freikom nicht nachgewiesen worden", erklärte die Bundesnetzagentur.

Freikom baut auf höhere Datenraten aus

Durch diese Entscheidung werde das Portierungsentgelt im Festnetz deutlich abgesenkt und die Hürden für die Verbraucher bei der freien Auswahl des Anbieters herabgesetzt. Die Entscheidung wirke unmittelbar nur gegen Freikom. Dabei sei aber eine Signalwirkung auch für die Überprüfung anderer Portierungsentgelte zu erwarten, hieß es vonseiten der Behörde.

Freikom versorgt derzeit 31 Gemeinden in Schleswig-Holstein mit Internetanschlüssen auf Basis eines Glasfasernetzes oder mit VDSL. Seit Januar 2018 stellt das Unternehmen auch Internetanschlüsse mit 100 MBit/s zur Verfügung. Ab Oktober 2018 werden 1 GBit/s und IPTV möglich sein. Es laufen bereits Tests für IPTV-Anschlüsse, Kunden haben schon eine Freikom Settop Box zu Testzwecken bekommen. Der Netzbetreiber wirbt damit, den Ausbau ohne eine Anschlussquote vorzunehmen.  (asa)


Verwandte Artikel:
Bundeskabinett: Telekom kann höhere Vorleistungspreise nachträglich erheben   
(19.07.2018, https://glm.io/135564 )
Jochen Homann: Bundesnetzagentur will kaum Regulierung für Glasfaser   
(29.05.2018, https://glm.io/134649 )
Vectoring: Telekom baut 528 Nahbereiche aus   
(13.07.2018, https://glm.io/135469 )
350 Megabit pro Sekunde: Router von TP-Link beherrscht Super-Vectoring   
(11.07.2018, https://glm.io/135434 )
FTTH: Deutsche Telekom stattet Kreisstadt mit Glasfaser aus   
(10.07.2018, https://glm.io/135406 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/