Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bixby-lautsprecher-samsung-plant-einen-homepod-widersacher-1807-135557.html    Veröffentlicht: 19.07.2018 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/135557

Bixby-Lautsprecher

Samsung plant einen Homepod-Widersacher

Schon bald will Samsung den ersten Bixby-Lautsprecher vorstellen. Dieser wird preislich direkt mit Apples Homepod konkurrieren und könnte den Siri-Lautsprecher bei der Klangqualität übertrumpfen. Das Know-how für einen entsprechend guten smarten Lautsprecher hat Samsung.

In Kürze will Samsung seinen ersten eigenen smarten Lautsprecher vorstellen. Der unter dem Codenamen Lux entwickelte Lautsprecher läuft mit Samsungs eigenem digitalem Assistenten Bixby und soll klanglich in der Oberklasse smarter Lautsprecher angesiedelt sein. Das berichtet das Wall Street Journal und bezieht sich auf Personen, die mit den Plänen Samsungs vertraut sein sollen. Der Lux-Lautsprecher könnte bereits am 9. August 2018 präsentiert werden.

Damit würde der Termin ein wichtiger Tag für Samsung werden. Denn an dem Tag findet wieder ein Unpacked-Event statt und diesmal wird es nicht nur um das kommende Galaxy Note gehen. Neben dem Bixby-Lautsprecher könnte auch eine neue Tizen-Smartwatch vorgestellt werden - wenn sich die bislang bekannten Informationen bewahrheiten.

Bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres ist bekannt, dass Samsung an einem Bixby-Lautsprecher arbeitet. Samsung will damit in Konkurrenz zu Apple, Amazon und Google treten und ebenfalls basierend auf dem eigenen digitalen Assistenten einen passenden Lautsprecher mit Sprachsteuerung anbieten.

Der Bixby-Lautsprecher soll rund 300 US-Dollar kosten

Bislang ist nur wenig zum neuen Bixby-Lautsprecher bekannt. Er soll in einem kegelförmigen Gehäuse stecken und auf der Oberseite sollen LEDs die Aktivitäten des Lautsprechers anzeigen. So ähnlich handhaben es auch alle übrigen smarten Lautsprecher.

Samsung könnte den Bixby-Lautsprecher bereits Ende August 2018 auf den Markt bringen. Er soll um die 300 US-Dollar kosten und würde damit auf dem Preisniveau eines Homepods liegen. Der Samsung-Lautsprecher soll sich dabei durch einen besonders guten Klang auszeichnen, die Aussichten sind durchaus vielversprechend.

Samsung hat das Know-how, den Homepod beim Klang zu schlagen

Denn das nötige Wissen hat sich Samsung schon vor knapp drei Jahren eingekauft, als der Hersteller den Lautsprecherhersteller Harman übernahm. Demnach sollte es für Samsung ein Leichtes sein, einen ordentlichen Homepod-Konkurrenten auf die Beine zu stellen - zumal Samsung den Apple-Lautsprecher indirekt schon geschlagen hat.

Ein Tochterunternehmen von Harman ist JBL, das mit dem Link 300 sowie dem Link 500 zwei smarte Lautsprecher verkauft, die beide Apples Homepod bezüglich der Klangqualität deklassieren. Beide Link-Lautsprecher laufen mit dem Google Assistant. Der kleinere Link-Lautsprecher ist dabei 50 Euro günstiger als der Siri-Lautsprecher und der große Link 500 kostet nur 50 Euro mehr, liefert dafür aber ein wesentlich nuancierteres Klangbild als der Homepod, wie unser Test smarter Lautsprecher von 200 bis 400 Euro zeigt.

Der Bixby-Lautsprecher soll eine Funktion wie Sound Shifting bieten. Dabei richtet der Lautsprecher den Klang in die Richtung aus, aus der Befehle kommen, um so den Zuhörer möglichst optimal beschallen zu können. Vermutlich stellt Samsung anlässlich des Lux-Lautsprechers auch eine neue Version von Bixby vor oder zeigt zumindest neue Funktionen. Denn beim Funktionsumfang kann es Bixby derzeit nicht mit Alexa oder Google Assistant aufnehmen. Samsung wollte die Angaben in dem Bericht nicht weiter kommentieren.

Nicht jeder Alexa-Lautsprecher bietet alle Funktionen

Vollkommen offen ist noch, wie Samsung im Markt smarter Lautsprecher agieren wird. Es wäre denkbar, dass Samsung das Konzept von Apple fährt und nur selbst Bixby-Lautsprecher anbietet. Oder aber Samsung geht den Weg von Amazon und Google, die anderen Herstellern erlauben, Lautsprecher mit ihrem jeweiligen digitalen Assistenten zu verwenden.

Wer sich heutzutage einen Google-Assistant-Lautsprecher kauft, erhält genau den gleichen Funktionsumfang wie ein von Google angebotener Lautsprecher. Das ist bei Alexa anders, Amazon stellt neue Fähigkeiten oftmals erst den eigenen Echo-Modellen zur Verfügung. Wer sich also einen Alexa-Lautsprecher ohne Amazon-Schriftzug zulegt, muss sich darauf einstellen, nicht den vollen Alexa-Funktionsumfang zu erhalten.  (ip)


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