Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nintendo-switch-soll-bis-zu-30-indie-spiele-pro-woche-bekommen-1807-135427.html    Veröffentlicht: 11.07.2018 15:00    Kurz-URL: https://glm.io/135427

Nintendo

Switch soll bis zu 30 Indie-Spiele pro Woche bekommen

Bereits heute sind Indiegames maßgeblich für Qualität und Umfang des Spielekatalogs der Nintendo Switch verantwortlich. Nun soll der eShop noch stärker mit ihnen geflutet werden.

Während Nintendo selbst seine im März 2017 gestartete Hybridkonsole in eher gemächlichem Tempo versorgt (überraschende Neuankündigungen blieben die Japaner auf der diesjährigen E3 komplett schuldig), hat sich das Gerät zu einer Erfolgsplattform für Indie-Entwickler gemausert.

So verkaufte sich das Untergrund-Abenteuer Steamworld Dig 2 beim Start im vergangenen September zehnmal häufiger auf Switch als über Steam. Der Plattform-Klassiker Shovel Knight wurde auf Switch schneller als auf jeder anderen Plattform (110.000 Einheiten im ersten Monat) abgesetzt. Das knackschwere Super Meat Boy erlebte gut sieben Jahre nach dem Xbox-360-Debüt einen beinahe ebenso erfolgreichen Start auf der jüngsten Nintendo-Konsole. Und das 2D-Action-Adventure Hollow Knight des kleinen australischen Studios Team Cherry ist der meistheruntergeladene Switch-Titel des vergangenen Monats.



In einer Investoren-Fragerunde hat Nintendos Senior Executive Officer Susumu Tanaka nun eine erhöhte Aktivität bei der Zusammenarbeit zwischen Nintendo und Indie-Entwicklern bestätigt und einen Ausblick auf die zukünftige Veröffentlichungspolitik gegeben: "Wir wollen rund 20 bis 30 Indiegames auf Nintendo Switch pro Woche veröffentlichen", sagt Tanaka, "und wir erwarten durchaus, dass sich darunter einige großartige Spiele befinden."

Aktuell sind im eShop knapp 850 Titel (Indie, Triple-A, Free-to-Play) für Nintendo Switch erhältlich, was einer durchschnittlichen Veröffentlichung von elf bis zwölf Spielen pro Woche seit Start der Konsole im März 2017 entspricht. Eine Erhöhung des Indiegame-Ausstoßes auf bis zu 30 Titel je Woche würde also das Angebot rasch massiv vergrößern. Was sich nicht zuletzt für hoffnungsvolle Indies als Bärendienst erweisen könnte: Nintendos Online-Shop mangelt es bereits jetzt an Organisation und Betreuung, die geplante Indie-Schwemme dürfte die Auffindbarkeit einzelner Spiele noch stärker beeinträchtigen.  (stfr)


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