Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/moto-g6-im-test-ganz-ohne-kompromisse-geht-es-nicht-1807-135288.html    Veröffentlicht: 09.07.2018 08:46    Kurz-URL: https://glm.io/135288

Moto G6 im Test

Ganz ohne Kompromisse geht es nicht

Auf den ersten Blick sind um 250 Euro teure Smartphones wie das Moto G6 von Motorola mit Glasgehäuse und 18:9-Display nicht mehr von wesentlich teureren Oberklasse-Modellen zu unterscheiden. Doch unter der Haube müssen Käufer der Mittelklasse-Smartphones Kompromisse machen. Welche das beim Moto G6 sind, haben wir im Test überprüft.

250 Euro sind beim Smartphone-Kauf eine psychologisch markante Preismarke: Einerseits liegt der Betrag weit unter den Preisen für Premium-Smartphones und ist für die Masse der Nutzer bezahlbar. Andererseits ist er ausreichend hoch, um das Gerät nicht als billig erscheinen zu lassen. Beides ist für Motorolas Verkaufsstrategie für die Smartphone-Modelle der G-Serie wichtig. Hier soll das Preis-Leistungs-Verhältnis das entscheidende Kaufkriterium sein - hochwertige Anmutung und ausgewählte Oberklassen-nahe Fähigkeiten zum erschwinglichen Preis. Ob das auch beim 250 Euro teuren Moto G6 mit 18:9-Display und Dual-Kamera zutrifft, haben wir überprüft.

Design und Gehäusematerialien des Moto G6 gleichen größtenteils denen des größeren, leistungstärkeren und um 50 Euro teureren Moto G6 Plus. Nur die Positionen der Mikrofone und der Klinkenbuchse für kabelgebundene Kopfhörer sind im Vergleich jeweils seitenverkehrt. Das Design des Gehäuses des Moto G6 ist von vorne betrachtet schön schlicht, die Anmutung recht hochwertig, die Verarbeitungsqualität hoch: Die Rückseite unseres schwarzen Testgeräts ist mit glattem, kratzfestem und für den Schutz der eingebauten Elektronik gegen Spritzwasser nanobeschichtetem Gorilla-Glas überzogen, das je nach Lichteinfall stark oder kaum reflektiert und an den Längsseiten gewölbt ist.

Der Übergang zum schmalen Kunststoffrahmen ist hier fast nahtlos, an Ober- und Unterkante des Geräts wird der geschwungene Rahmen jedoch breiter und setzt sich markanter, aber sauber eingesetzt von dem Display mit 2.5D-Glas und von der Rückschale ab.

Das runde Modul der Dual-Kamera mit integriertem LED-Blitz und das Fledermauslogo an der Rückseite des Moto G6 heben sich nicht so weit von der Oberfläche ab wie beim Moto G6 Plus. Dadurch liegt das Gerät deutlich stabiler mit der Rückseite nach unten auf harten ebenen Flächen wie beispielsweise einem Tisch oder einer Anrichte. Bei angelegter Schutzhülle, die zum Lieferumfang gehört, schließt die Dual-Kamera eben mit der Hülle ab, so dass das abgelegte Smartphone nicht mehr kippelt. Trotz einer Breite von 72,3 Millimetern und dank der gerundeten Seitenkanten liegt das Moto G6 mit seiner geringen Bautiefe von 8,3 Millimetern angenehm in der Hand. Wertigkeit vermittelt das Gewicht von 167 Gramm.

Das Display an der Vorderseite des Moto G6 fällt nicht in die Kategorie "nahezu randlos": Ober- und unterhalb des Bildschirms befinden sich breite Stege, oben für Telefonlautsprecher, Frontkamera und Sensoren, unten für Firmenlogo und einen breiten Fingerabdrucksensor sowie ein Mikrofon. An den Längsseiten ist der schwarze Rand um die Anzeigefläche dünner als bei etlichen anderen Smartphones gerade älterer Generationen, aber nicht so fein wie bei neuen Topmodellen. Am unteren Bildschirmrand blenden sich die drei Android-typischen Navigationsbuttons ein, eine Home-Taste gibt es dem Moto G6 nicht. Hübsches Detail: Die Ecken der Anzeigefläche sind leicht gerundet.

Der Fingerabdrucksensor kann zum Entsperren des Smartphones oder zum Bestätigen von Bezahlvorgängen oder App-Käufen verwendet werden. Wer bei aktiviertem Display den Finger auf die Scanfläche legt, sperrt das Telefon. Alternativ zur Passwort- bzw. PIN-Eingabe oder zum Fingerabdrucksensor steht Face Unlock über die Frontkamera als Entsperrmethode bereit. Der Telefonhörer dient gleichzeitig als Lautsprecher, einen weiteren Lautsprecher für eine dynamischere Audioausgabe gibt es nicht an dem Gerät.

Die drei Seitentasten sitzen recht hoch am Gerät, so dass nur der Einschaltknopf mit fein geriffelter Oberfläche bequem mit dem Daumen der Handy-haltenden Hand zu erreichen ist. Sie weisen einen guten Druckpunkt auf. Zum Anpassen der Lautstärke muss man in der Regel umgreifen.

Das Moto G6 hat ein 2:1-Display mit Schwächen.

Beim Display fällt der günstige Preis auf

Für problemloses einhändiges Bedienen des Moto G6 ist das 5,7 Zoll große IPS-LCD zu groß. Es nimmt über 80 Prozent der Fläche auf der Gerätevorderseite ein und stellt 2.160 x 1.080 Pixel bzw. 424 Bildpunkten pro Zoll direkt unter dem Oberflächenglas dar. Das ist für alle Anwendungen ausreichend scharf auf einem vergleichsweise kleinen Bildschirm.

Für maximale Leuchtstärke (420 cd/m² bei deaktivierter automatischer Helligkeitsanpassung), Farbtreue (4,47 Delta E) und Kontrast (712:1) liefert das Colorimeter allerdings jeweils etwas schlechtere Werte als für den Bildschirm des Moto G6 Plus. Auch ist das Display des Moto G6 weniger blickwinkelstabil als das des Plus-Modells: Aus schrägen Blickwinkeln verdunkelt sich die Anzeige etwas. Zudem reflektiert das Oberflächenglas recht stark und ist wie das Glas an der Rückseite schnell von Fingerabdrücken beschmuddelt. Solange das Sonnenlicht nicht direkt draufstrahlt, kann man das Display des Moto G6 auch draußen bei Sonnenschein noch ablesen.

Neben einem teuren Premium-Smartphone zum Vergleich wie dem iPhone X von Apple zeigen sich jedoch die Qualitätsunterschiede: Da wirkt die Anzeige einer weißen Seite fast gräulich, außerdem scheint der Bildschirm des Motorola-Smartphones uneinheitlich ausgeleuchtet zu sein. Die Farbtemperatur der Anzeige des Moto G6 lässt sich immerhin in den Systemeinstellungen stufenlos zu kühler oder wärmer sowie zu farbintensiver oder -natürlicher verändern.

Wer die Anzeigefläche des länglichen Displays voll ausnutzen möchte, kann die Leiste mit den Android-Buttons ausblenden und über Wischgesten auf dem Fingerabdrucksensor durch das Menü navigieren.

Im Inneren des Moto G6 arbeitet der im 14-Nanometer-Verfahren gefertigte Octa-Core-Prozessor Snapdragon 450 von Qualcomm mit einer Taktrate von bis zu 1,8 GHz und Adreno-506-GPU, der beispielsweise auch im Honor 7C oder ZTE Blade V9 steckt und quasi eine heruntergetaktete Version des Snapdragon 625 vom Moto G5 Plus ist. Der Prozessor kann im Moto G6 je nach Geräteversion auf 3 GByte oder 4 GByte Arbeitsspeicher zugreifen - die 4-GByte-Variante gibt es aber nur über Amazon zu kaufen. Der Flash-Speicher ist je nach Gerätevariante 32 GByte oder 64 GByte groß. Bei unserem Testgerät handelt es sich um die Geräteversion mit 3 GByte LPDDR3-RAM und 32 GByte internem eMMC-5.1-Speicher. Ein Steckplatz für eine MicroSD-Karte bis zu 128 GByte ist vorhanden.

Für alltägliche Aufgaben ist das Smartphone schnell genug

Im Vergleich zu dem im 28-Nanometer-Verfahren produzierten Vorgängermodell Snapdragon 435 zeichnet sich der Snapdragon 450 durch eine höhere Energieeffizienz und Leistung aus, die acht Cortex-A53-Rechenkerne mit bis zu 1,8 GHz, die GPU mit 650 MHz und der Arbeitsspeicher mit 933 MHz sind jeweils höher getaktet. Laut Qualcomm gewährleistet der neue, für Mittelklasse-Smartphones konzipierte Chip im Vergleich beispielsweise vier Stunden mehr Akkulaufzeit in ansonsten baugleichen Modellen. Im Test lässt sich das Moto G6 weitgehend ruckelfrei bedienen, Apps starten ohne spürbare Verzögerung, gängige Anwendungen wie Browsen, Streamen und Chatten funktionieren problemlos, und auch Spiele wie Asphalt 8, Vain Glory oder Real Racing 3 laufen auf hohen, wenn auch nicht auf höchsten, Grafik-Einstellungen flüssig. Wenn es mal kurz hakelt, liegt es in der Regel am langsamen Speicherstandard.

In Benchmarks kann der Mittelklasse-Chip natürlich nicht glänzen: Im CPU-Test Geekbench erreicht der Snapdragon 450 im Moto G6 731 Punkte im Single-Core-Modus und 3.731 Punkte im Mehrkern-Modus, im Antutu 7.0.7 knapp 70.000 Punkte, im PC Mark Work 2.0 4.482 Punkte, im Gaming-Benchmark 3D Mark Ice Storm Unlimited 12.683 Punkte, im Grafik-Test von GFXBench 1.080p T-Rex Offscreen 21 Bilder pro Sekunde (FPS). Zur Einordnung: Top-Smartphones wie das Sony Xperia XZ2 mit dem Snapdragon 845 kommen auf Werte von bis zu 8.300 Punkte im Geekbench und bis zu 250.000 Punkte im Antutu. Der Snapdragon 450 ordnet sich mit seinen Benchmark-Ergebnissen im Mittelfeld der in den vergangenen zwei Jahre getesteten Smartphones ein und liegt bei der CPU-Leistung knapp vor, bei der Grafikleistung aber knapp hinter dem Exynos 7880 im Samsung Galaxy A5 (2017).

Das Smartphone läuft mit Android 8.0 alias Oreo.

Reines Android mit sinnvollen Verbesserungen

Das Android-Betriebssystem in der Version 8.0 alias Oreo von Google verdeckt Motorola nicht mit einer eigenen Oberfläche. Der Hersteller integriert jedoch einige Funktionen, die teilweise von einer Engine für Künstliche Intelligenz gesteuert werden. Da sind beispielsweise die nützlichen Moto Actions und die Moto-Display-Funktionen.

Die vielleicht interessanteste Anwendung ist die situativ und kontextuell arbeitende Sprachsteuerung Moto Sprache: Dies ist kein Assistenzdienst à la Amazons Alexa oder Google Assistant, sondern soll künftig ein gänzlich Touch-freies Bedienen des Smartphones durch Sprachbefehle in allen vorhandenen Apps ermöglichen. Noch steckt die kontextsensitive Sprachsteuerung allerdings in der Entwicklungsphase und ist in der derzeitigen Form stark ausbaufähig. Motorola hat sich nach Release des Moto G6 ein halbes Jahr Zeit gegeben, um Moto Sprache fertigzustellen.

Unseren Test haben wir mit der Firmware-Version OPS27.82-41 durchgeführt, der jüngste Google-Sicherheitspatch stammt - das ist kein Ruhmesblatt für den Hersteller - noch vom März 2018. Für das Moto G6 Plus bietet Motorola inzwischen per Update den April-Patch an. Ein Update auf die kommende Android-Hauptversion hat Motorola für alle Modelle der G6-Serie versprochen - einen Termin gibt es dafür allerdings noch nicht.

Neben der MicroSD-Karte fasst der Kartenschlitten des Moto G6 auch zwei Nano-SIM-Karten für Dual-SIM-Betrieb. Über das Mobilfunknetz empfängt das Motorola-Smartphone Daten theoretisch mit bis 42 MBit/s per UMTS mit HSPA+ oder mit bis zu 300 MBit/s per LTE - LTE steht jedoch nur auf einem der beiden Mobilfunkanschlüsse zur Verfügung. Im Heimnetzwerk funkt es im 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Band mit WLAN a/b/g/n, im Nahbereich kommuniziert es mit anderen Geräten wie etwa Smartwatches oder Lautsprecher per NFC oder Bluetooth 4.2 - das sind jeweils nicht die schnellsten Standards.

Die Sprachqualität beim Telefonieren mit dem Moto G6 ist gut: Übertragene Stimmen der Gesprächspartner klingen bei unseren Testtelefonaten im Telefónica- und im Telekom-Netz von den üblichen Standorten aus recht natürlich, die Lautstärke ist hoch und Hintergrundrauschen wird wirkungsvoll unterdrückt, so dass wir keinerlei Verständigungsschwierigkeiten haben. Auch unsere Gesprächspartner bewerteten die Sprachqualität jeweils als gut. Für Voice over LTE ist das Moto G6 je nach genutztem Mobilfunknetz geeignet.

Auch beim Musikhören oder Videostreaming kommt der Sound nur aus dem Telefonlautsprecher - das ist ungewöhnlich - einen anderen Lautsprecher gibt es am Gerät nicht. Für den schmalen Ausgang ist der Klang überraschend laut und klar. Zur Klangoptimierung bei Einsatz von Kopfhörern ist eine Dolby-App mit Equalizer-Funktionen vorinstalliert. Ein Headset gehört aber nicht zum Lieferumfang des Moto G6.

Gute Akkulaufzeit ohne Bestnoten

Der fest eingebaute Akku im Moto G6 ist auf 3.000 mAh bemessen und hält das Smartphone mit einer vollen Ladung mindestens einen Arbeitstag lang betriebsbereit. In unserem Videostreaming-Test im WLAN bei hellster Display-Beleuchtung hält das Gerät sechs Stunden am Stück mit einer Akkuladung durch, bei einer auf 200 cd/m² reduzierten Leuchtkraft knapp über neun Stunden - das sind gute, aber keine Spitzenwerte.

Dank Schnelllade-Unterstützung lässt sich der Akku innerhalb von 15 Minuten für bis zu sechs Stunden Nutzungszeit aufladen, verspricht Motorola. Im Test ist der zuvor völlig entleerte Akku nach einer halben Stunde Laden per Kabelverbindung zwischen dem mitgelieferten 15-Watt-Netzteil und dem USB-C-Port des Smartphones (USB 2.0) zu 50 Prozent wieder gefüllt.

Das Moto G6 hat eine Dual-Kamera, die gute Bilder liefert, bei der Geschwindigkeit aber nicht überzeugt.

Gute, aber recht langsame Kamera

Die rückseitige Dual-Kamera des Moto G6 besteht aus einem 12-Megapixel- und einem 5-Megapixel-RGB-Sensor, wobei der geringer auflösende Sensor nur für Abstandsinformationen zum Motiv zuständig ist, beispielsweise um mit Unschärfe im Vorder- oder Hintergrund spielen zu können. Die Anfangsblende ist mit einem Wert von f/1.8 vergleichsweise groß, mit der schnellen Dual-Pixel-Autofokus-Technik des Moto G5 Plus oder des Moto G6 Plus oder einer optischen Bildstabilisierung (OIS) arbeitet die Kamera des Moto G6 nicht. Die schnellste beim Auslösen ist sie auch nicht.

Dafür stimmt die Bildqualität für eine Smartphone-Kamera dieser Preisklasse: Die Schärfe der bei hellem Tageslicht gemachten Testaufnahmen ist ausreichend hoch, die Auto-HDR-Funktion sorgt für gute Bilddynamik und die Farben werden kräftig, aber nicht überbetont wiedergegeben.

Neben einem Porträtmodus gehören ein Pro-Modus für manuelle Belichtungseinstellungen, automatisches HDR und ein Panorama-Modus, eine Texterkennung und ein Selbstauslöser zu den wichtigsten Funktionen.

Eine witzige Spielerei sind die Gesichtsfilter à la Snapchat und die Funktion Spotfarbe. Die KI-gestützte Objekt- und Wahrzeichenerkennung, die Motorola selbst entwickelt hat und die zum Verkaufsstart des Geräts zur Verfügung stand, hat der Hersteller mit dem jüngsten Kamera-Update durch Google Lens ersetzt.

Videos nimmt die Dual-Kamera maximal mit Full-HD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde auf - 4K geht prozessorbedingt nicht, was ein Nachteil zur Videofunktion des um 50 Euro teureren Moto G6 Plus ist. Zu den verfügbaren Videoanwendungen gehören noch eine Zeitraffer- und eine Zeitlupenaufnahme. Aufnahmen in Ruhe sind durchaus ok, krisselig wird es bei Schwenks, wackelig bei Aufnahmen in Bewegung.

Die Frontkamera des Moto G6 ist die gleiche wie am Moto G6 Plus: Sie bietet 8 Megapixel und nimmt Videos in Full-HD-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Sie hat neben einem weichzeichnenden Beauty-Regler auch eine Gruppen-Selfie-Einstellung. Bildschärfe und -dynamik der Aufnahmen überzeugen dank Auto-HDR.

Fotos und Videos werden standardmäßig in der Google-Fotos-App abgelegt, die Funktionen wie eine Suche, automatische Backups in der Cloud und das Teilen der Bilder mit Freunden bietet.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Moto G6 kostet in der 64-GByte-Ausführung regulär 250 Euro, wird bei Amazon aber für 270 Euro angeboten. Die 32-GByte-Variante ist schon für 220 Euro zu bekommen.

Fazit

Im Bereich um 250 Euro trennt sich bei Smartphones die Spreu vom Weizen. Aber nicht alle zu diesem Preis angebotenen neuen Geräte sind durchweg empfehlenswert. Irgendwelche Kompromisse müssen Käufer bei einem Smartphone-Modell dieser Preisklasse eigentlich immer machen.

Beim Moto G6 bleiben diese Kompromisse gering: Das beleuchtete Display wirkt nicht so rein wie das von vielen Premium-Smartphones, Prozessor - und Grafikleistung fallen im Vergleich mit Oberklasse-Modellen ebenfalls spürbar ab, die Datenschnittstellen des Moto G6 sind nicht die schnellsten und die Kamera schafft nicht die von Huawei P20 Pro, HTC U12 Plus oder Samsung Galaxy S9 Plus gelieferte Bildqualität.

Dennoch: Display- und Kamera-Qualität sowie Konnektivität und Antriebsleistung genügen zwar nicht hohen Ansprüchen, reichen aber vollkommen aus für alle gängigen Anwendungen. Zudem bietet das Moto G6 im Vergleich mit anderen Geräten eine gute Akkulaufzeit. Das macht das 250 Euro teure Motorola-Smartphone aktuell zu einem Preis-Leistungs-Sieger.

Beim Blick zur Konkurrenz finden sich nicht viele Modelle zu diesem Preis, die mit aktueller Android-Version laufen. Neben Geräten wie dem Honor 9 Lite und dem Honor 7X, dem BQ Aquaris X sowie dem HTC U11 Life fallen wegen der Android-Update-Policy vor allem die Nokia-Smartphones von HMD Global wie das konventioneller geformte und mit einer Single-Kamera bestückte, aber etwas antriebsstärkere Nokia 6.1 ab. Auch das neue HTC Desire 12 Plus bietet auf dem Papier - bis auf das größere, aber niedriger auflösende Display sowie die lichtschwächere Dual-Kamera - eine vergleichbare technische Ausstattung wie das Moto G6, fällt bei der Testnote aber im Vergleich etwas ab. Falsch macht man mit dem Kauf eines dieser drei Modelle angesichts des Preises nichts.  (bbr)


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