Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spielesteuerung-microsoft-will-mal-wieder-mausunterstuetzung-fuer-die-xbox-one-1806-135138.html    Veröffentlicht: 25.06.2018 17:18    Kurz-URL: https://glm.io/135138

Spielesteuerung

Microsoft will mal wieder Mausunterstützung für die Xbox One

Gemeinsam mit Razer möchte Microsoft auf der Xbox One noch vor Ende 2018 Unterstützung für Maus und Tastatur anbieten, berichten US-Medien. Entwickler haben möglicherweise bereits Dev Kits erhalten.

Schon seit Jahren beschäftigt sich Microsoft damit, Unterstützung für Maus und Tastatur auf der Xbox zu ermöglichen. Passiert ist seitdem wenig, nun soll es aber relativ schnell gehen: Im Frühjahr 2018 habe es laut einem Bericht von Medien wie Windows Central intensive Gespräche und Präsentationen bei Entwicklern gegeben. Inzwischen haben möglicherweise - das sei allerdings nicht bestätigt - erste Studios ein Development Kit erhalten. Und noch vor Ende 2018 sollen Spieler ihre Lieblingstitel nach einem Update der Xbox One nicht nur per Gamepad, sondern alternativ auch mit Maus und Tastatur steuern können.

Laut Windows Central arbeitet Microsoft bei dem Vorhaben eng mit dem Hardwarehersteller Razer zusammen. Ziel ist es offenbar, dessen Chroma-Farbsystem zu unterstützen. Damit lassen sich Tasten auf Keyboard und Maus bunt illuminieren. Vor allem aber lassen sich in Titeln wie Overwatch bestimmte Abklingzeiten durch die Farben anzeigen, was Spielern zumindest in der Theorie einen Vorteil gegenüber Gegnern ohne diese Technologie verschafft.

Allerdings sollen nicht nur Eingabegeräte von Razer auf der Xbox One unterstützt werden, sondern Mäuse und Tastaturen aller Hersteller, solange sie nicht auf Bluetooth setzen und keine speziellen Treiber benötigen. Laut Windows Central sollen Nager mit bis zu fünf Tasten sowie mit vertikal und horizontal arbeitenden Mausrädern funktionieren.

Wichtig: Die Spiele sollen eine klare Rückmeldung erhalten, ob die Steuerung mit dem Gamepad oder mit der Kombination aus Maus und Tastatur erfolgt. Damit hätten die Entwickler die Wahl, etwa für Multiplayermatches eigene Server für jedes der Systeme anzubieten, oder wirklich alle Spieler aufeinander loszulassen.

Gerade bei Actionspielen dürften Gamer mit einem klassischen Controller aber kaum eine Chance gegen Gegner mit Maus und Tastatur haben, weil diese im Normalfall wesentlich schneller beim Anvisieren ihrer Ziele sind. Microsoft und Razer haben sich zu dem Bericht bislang nicht öffentlich geäußert.  (ps)


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