Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutsche-telekom-832-000-haushalte-bekommen-vectoring-mit-100-mbit-s-1806-134797.html    Veröffentlicht: 06.06.2018 11:52    Kurz-URL: https://glm.io/134797

Deutsche Telekom

832.000 Haushalte bekommen Vectoring mit 100 MBit/s

Vectoring durch ein Ende der Beschränkungen durch Förderrichtlinien und IP-Umstellung: Die Telekom legt die Schalter um, wechselt die Karten aus, und 832.000 Haushalte haben höhere Datenraten.

Die Deutsche Telekom hat 832.000 Haushalte für Vectoring freigeschaltet. Das gab das Unternehmen am 6. Juni 2018 bekannt. Ab sofort können dort Anschlüsse mit bis zu 100 MBit/s beim Herunterladen und 40 MBit/s beim Upload genutzt werden.

Die Zahl setzt sich zusammen aus 317.000 Haushalten, die wegen des Einsatzes von Fördermitteln bislang nicht freigeschaltet werden durften. In den vergangenen vier Wochen stellte die Telekom das Vectoring in den Fördergebieten zur Verfügung. Die höhere Datenübertragungsrate erfolgte durch einen Kartentausch in den Verteilerkästen am Straßenrand. Die Kosten dafür trägt die Telekom. Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland, sagte: "Wir fahren jetzt die Ernte ein, die wir durch unsere Arbeit der vergangenen Jahre gesät haben."

Telekom: Vectoring und die Take-up-Rate

Dazu kommen 515.000 Haushalte, die Vectoring durch IP-Umstellung erhalten. Dort erfolgte die Versorgung der Multifunktionsgehäuse mit Glasfaser bereits früher.

Die Take-up-Rate von Vectoring in Deutschland, also die tatsächlichen Buchungen der Anschlüsse durch Endkunden, ist etwas niedriger als die von FTTH/B (Fiber To The Home/Fiber To The Building). Die Telekom habe 10 Millionen Vectoring-Zugänge errichtet und 2,5 Millionen Kunden auf dieser Infrastruktur gewonnen, sagte Telekom-Chef Tim Höttges am 6. Dezember 2017 auf der Jahrestagung des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas). Damit liegt die Take-up-Rate nur bei einem Viertel. Neuere Angaben machte die Telekom bislang nicht.

In welchen Städten das Vectoring freigeschaltet wurde, gab die Telekom nicht bekannt. Telekom-Sprecher Markus Jodl sagte Golem.de: "Die Größenordnung reicht von fünfstellig bis einstellig." Es handele sich um Excel-Listen mit 2.000 Zeilen.  (asa)


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