Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tesla-model-3-tesla-will-bremsproblem-mit-software-update-loesen-1805-134692.html    Veröffentlicht: 31.05.2018 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/134692

Tesla Model 3

Tesla löst das Model-3-Bremsproblem per Software-Update

Noch einmal getestet und für gut befunden: Die US-Verbraucherschutzorganisation CR hat das Tesla Model 3 noch einmal getestet und sich davon überzeugt, dass das Elektroauto richtig bremst. Die Auswirkung von Teslas Software-Update erstaunte die Tester.

Das Model 3 ist doch empfehlenswert: Nachdem Tesla die Firmware des Model 3 verteilt hat, hat die US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports (CR) das Elektroauto erneut getestet und ihr Urteil revidiert. Wegen eines Bremsproblems hatte sie vom Kauf des Autos abgeraten.

CR hatte das Model 3 kürzlich getestet und dabei ein inkonsistentes Bremsverhalten festgestellt. Bei der ersten Vollbremsung war der Bremsweg kürzer als von Tesla angegeben, bei allen weiteren Bremsungen deutlich länger. Vor allem aber schwankte der Bremsweg in seiner Länge.

Die einflussreiche Organisation lobte das Auto zwar für sein Fahrverhalten und seine Reichweite, sprach aber wegen des Bremsens explizit keine Kaufempfehlung für das Model 3 aus. Tesla überprüfte die Bremsen umgehend und machte einen Algorithmus, der das Antiblockiersystem (ABS) steuert, als Fehlerursache aus. Das Unternehmen kündigte ein Update der Fahrzeugsoftware an.

Das Anfang dieser Woche drahtlos verteilte Update hat die Bremsen des Model 3 deutlich verbessert: Bei einer Vollbremsung bei einer Geschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde, 96,5 Kilometern pro Stunde, hat sich der Bremsweg um knapp 20 Fuß, etwa 6 Meter, verringert. CR hat die Bremsen nach der Aktualisierung getestet und diese Werte bestätigt.

Die CR-Tester waren erstaunt über die Wirkung der überarbeiteten Software. "Ich bin seit 19 Jahren bei CR und habe mehr als 1.000 Autos getestet", sagt Jake Fisher, Leiter der Autotestabteilung von CR, "und ich habe noch nie ein Auto gesehen, das seine Performance mit einem Over-the-Air-Update verbessern konnte."

Consumer Reports ist in den USA sehr einflussreich. Eine Produktempfehlung ist wichtig, Produkte hingegen, die sie als schlecht bewertet, sind nur schwer absetzbar. Als CR vor einiger Zeit die Zuverlässigkeit des Model S bemängelte, gab es einen Kurssturz der Tesla-Aktie.  (wp)


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