Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/startup-paypal-kauft-izettle-fuer-2-2-milliarden-us-dollar-1805-134458.html    Veröffentlicht: 18.05.2018 12:10    Kurz-URL: https://glm.io/134458

Startup

Paypal kauft iZettle für 2,2 Milliarden US-Dollar

Paypal kauft mit seiner bisher größten Übernahme den Kartenleserhersteller iZettle. Das Fintech ist für seine Kreditkartenleser bekannt.

Paypal kauft den schwedischen Startup iZettle für 2,2 Milliarden US-Dollar. Das gaben beide Unternehmen am 18. Mai 2018 bekannt. Dies ist die größte Übernahme in der Geschichte von Paypal.

iZettle mit Hauptsitz in Stockholm baut Kreditkartenleser, die mit Smartphones oder Tablets zusammenarbeiten und bietet Technologie für Zahlungsabwicklung für rund 500.000 meist kleinere Geschäftskunden. Dabei fallen keine monatlichen Gebühren oder Mindestumsätze an, der Anbieter behält aber eine Provision von 2,75 Prozent des Kaufpreises ein. Das Fintech hatte gerade seinen Börsengang angekündigt, der bei einer Bewertung von 1,1 Milliarden US-Dollar einen Betrag von 227 Millionen US-Dollar einbringen sollte.

Paypal und die Trennung von EBay

Paypal wickelte in seinem ersten Quartal Zahlungen mit einem Volumen von 132 Milliarden US-Dollar ab, iZettle erwartet für das Gesamtjahr 2018 ein Zahlungsvolumen von 6 Milliarden US-Dollar.

Ebay gab im Januar 2018 bekannt, Paypal als wichtigsten Zahlungsabwickler auszutauschen. Ersetzt wird Paypal Mitte 2020 durch das niederländische Unternehmen Adyen. Nutzer sollen weiterhin Paypal als Bezahlungsoption nutzen können, mindestens bis 2023.

Ebay erklärte am 30. September 2014, Paypal als ein unabhängiges Unternehmen auszugründen. Beide sollen jeweils als einzelne Firmen an der Börse gehandelt werden.

Obwohl Paypal und Ebay seit mehr als zwei Jahren als Unternehmen getrennt sind, liefert Ebay immer noch einen großen, wenn auch rückläufigen Beitrag zum Geschäft von Paypal. Etwa 22 Prozent des Umsatzes von Paypal im Jahr 2016 kamen von Kunden auf der Ebay-Plattform, ein Rückgang von 26 Prozent im Jahr 2015 und 29 Prozent im Jahr 2014.  (asa)


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