Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/grafikkarten-msi-veroeffentlicht-die-radeon-rx-580-570-mech-2-1805-134402.html    Veröffentlicht: 16.05.2018 09:07    Kurz-URL: https://glm.io/134402

Grafikkarten

MSI veröffentlicht die Radeon RX 580/570 Mech 2

Auch wenn Nvidias das Geforce Partner Program offiziell beendet hat, die Partner können vorerst nicht mehr zurück: Nach Asus bringt MSI mehrere Radeon-Grafikkarten unter neuem Namen in den Handel.

MSI hat die Radeon RX 580 Mech 2 und Radeon RX 570 Mech 2 vorgestellt, zwei neue Grafikkarten mit AMDs Polaris-Chip. Wer sich fragt, warum der Hersteller über ein Jahr nach der Veröffentlichung der Radeon RX 580/570 (Test) weitere Modelle auflegt, die Antwort lautet: Nvidias Geforce Partner Program (GPP). Damit wollte der Konkurrent eine Grafikkarten-Exklusivität erzwingen, ist jedoch zumindest offiziell wieder davon abgerückt. Die Schäden aber sind angerichtet.

Zuerst hatte Asus neue alte Radeons unter der Arez-Marke angekündigt, statt sie wie bisher ins ROG-Portfolio (Republic of Gamers) zu integrieren. Nun folgt MSI mit Mech 2 statt Gaming, wobei die Karten hinsichtlich Platine und Kühler ziemlich vertraut wirken. Die Pixelbeschleuniger und die Kartons brauchen Vorlaufzeit und wurden bereits produziert, da würde es Asus und MSI nur noch mehr Geld kosten, alles wieder einzustampfen.

Auf das GPP hatte Kylek Bennett aufmerksam gemacht, der Gründer der Hardware-Seite HardOC, nach einem Hinweis von AMD. Teilnehmern des Geforce Partner Program soll Nvidia unter anderem Maßnahmen wie Spiele-Bundles, Rabatte, Social-Media- und Ingenieurhilfe sowie Marketing-Gelder versprochen, aber auch indirekt die Drohung ausgesprochen haben, ihnen eventuell keine frühen Chiplieferungen für Produkte zum Launch zur Verfügung zu stellen. Quasi als Krönung hatte Nvidia vorgeschrieben, dass per Geforce Partner Program nur noch Nvidia-Grafikkarten unter bestimmten Brands verkauft werden dürften, was mit Asus' Arez und MSIs Mecha 2 nun Realität ist.

Nvidia bezeichnet das Programm als Versuch, zusammen mit Partnern dafür zu sorgen, dass Spieler beim Kauf einer Grafikkarte "volle Transparenz" haben und "sicher Produkte auswählen" können, "die das Versprechen von Nvidia Geforce enthalten". AMD beschwörte zuvor in einem Blogeintrag die eigenen Radeon-Produkte und die Wahlfreiheit der Gamer, ohne das GPP explizit zu nennen.  (ms)


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