Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalsbericht-unitymedia-erhielt-31-mio-euro-einspeiseentgelt-von-ard-1805-134324.html    Veröffentlicht: 09.05.2018 18:12    Kurz-URL: https://glm.io/134324

Quartalsbericht

Unitymedia erhielt 31 Mio. Euro Einspeiseentgelt von ARD

Das Quartalsergebnis von Unitymedia wurde von einer Sonderzahlung der ARD aufgebessert. Der Kabelnetzbetreiber verzeichnete außerdem 26.000 neue Internetkunden.

Der Umsatz von Unitymedia ist im ersten Quartal 2018 durch die Einigung mit der ARD gestiegen. Das berichtete das Onlinemagazin Infosat unter Berufung auf den Quartalsbericht (PDF) des Mutterkonzerns Liberty Global. Danach wurden 31,2 Millionen Euro für die Kabeleinspeisung der Programme gezahlt.

Im April wurde bekannt, dass sich die ARD mit Unitymedia und Vodafone auf eine langfristige Partnerschaft geeinigt habe. Sechs Jahre lang hatten die öffentlich-rechtlichen Sender mit den TV-Kabelnetzbetreibern einen Rechtsstreit um die Einspeiseentgelte geführt. Zu finanziellen Vereinbarungen äußerten sich ARD und ZDF, Vodafone und Unitymedia bisher nicht. Ein Sprecher von Unitymedia bestätigte Infodigital am heutigen Mittwoch die Zahlung.

"Die Zahlungen durch die langfristige vertragliche Einigung mit den ARD-Rundfunkanstalten führten zu einem gesonderten Umsatzschub", erklärte Unitymedia in seinem Quartalsbericht. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf rund 636 Millionen Euro.

Unitymedia: Bochum bekommt Docsis 3.1

Netto gewann Unitymedia 29.000 Internet-, Telefonie- und TV-Abonnements im ersten Quartal 2018 hinzu. Der Kabelnetzbetreiber verzeichnete 26.000 neue Internet- und 23.000 neue Telefonie-Abos.

Bochum ist mit Unitymedia als erste deutsche Großstadt ins neue Giga-Zeitalter gestartet. Dafür hat das Unternehmen sein Kabelnetz in Bochum mit gigabitfähigen Netzelementen ausgestattet und den Übertragungsstandard Docsis 3.1 eingeführt. Weitere Gigabit-Citys seien für dieses Jahr geplant. "Wir haben den Stein ins Rollen gebracht und den Markt richtig aufgemischt", sagte Unitymedia-Chef Lutz Schüler. Das Unternehmen wurde heute an Vodafone verkauft, über die künftige Führung ist noch nichts bekannt.  (asa)


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