Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-azure-iot-edge-runtime-wird-open-source-und-dji-partner-1805-134268.html    Veröffentlicht: 07.05.2018 18:48    Kurz-URL: https://glm.io/134268

Microsoft

Azure IoT Edge Runtime wird Open Source und DJI Partner

Die Laufzeitumgebung von Azure IoT Edge wird zu einem Open-Source-Projekt. Außerdem haben sich Microsoft und DJI zusammengetan, um die Entwicklung von Werkzeugen für Drohnen zu beschleunigen.

Die Laufzeitumgebung von Azure IoT Edge wird zu einem Open-Source-Projekt. Wie Microsofts Chef Satya Nadella ankündigte, werden Enwickler in Zukunft die Möglichkeit haben, die Laufzeitumgebung an ihre Bedürfnisse anzupassen. Vermutlich dürfte das die Effizienz der Anwendungen steigern, die auf den IoT-Geräten ausgeführt werden sollen und Bewertungen selbst durchführen müssen. Als Beispiel nannte Microsoft die Verwendung von Drohnen.

Im Rahmen der Partnerschaft wird DJI ein Entwicklungskit für Windows 10 veröffentlichen. Das SDK wird Azure IoT Edge und AI verwenden. Verfügbar wird das SDK ab Herbst 2018 sein. Build-Teilnehmer haben ab sofort Zugriff auf eine Betaversion. Ziel ist es, Anwendungen direkt auf die Endgeräte, in diesem Fall Drohnen, zu bringen. Daten bleiben dort und mit einem KI-Modell beurteilen sie selbst, ob etwa die aufgenommenen Bilder eine Aktion auslösen müssen.

Dafür kommen aber nur die teuren Profi-Modelle der Enterprise-Klasse in Frage. Microsoft demonstrierte zwar mit einer kleinen Mavic Air, die Rohre inspizierte und eine Anomalie entdeckte, doch hier müssen die Daten noch zu einem Server geschickt werden. Zudem wurde die Drohne manuell geflogen. Sie war also nichts weiter als eine bewegliche, drahtlose Kamera. Mit einer Matrice-M200-Drohne kann die Bewertung hingegen direkt auf der Drohne geschehen, ohne die Bilddaten zum Server zu schicken. Die Drohnen sollen servergesteuert und autonom Inspektionen durchführen, so die Hoffnung von Microsoft und DJI. Zu beachten ist allerdings, dass solche Projekte nicht einfach überall umgesetzt werden dürfen. Am ehesten geht das innerhalb eines Gebäudes. Sobald der kontrollierte Luftraum berührt wird, sprich: das Fliegen im Außenbereich, sind zahlreiche landesspezifische Regeln zu beachten. Meist sind die Gesetzgeber darauf nicht vorbereitet.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Microsoft an der Microsoft Build in Seattle, Washington teilgenommen. Die Reisekosten wurden von Microsoft übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.  (ase)


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