Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ultimaker-s5-nachfolger-des-hochaufloesenden-3d-druckers-vorgestellt-1805-134215.html    Veröffentlicht: 03.05.2018 16:29    Kurz-URL: https://glm.io/134215

Ultimaker S5

Nachfolger des hochauflösenden 3D-Druckers vorgestellt

Der Ultimaker S5 ist wie sein Vorgänger Ultimaker 3 ein hochauflösender Filamentdrucker, der sich an den professionellen Markt richtet. Der Druckraum ist sehr großzügig und die Materialauswahl vielfältig. Der Preis für den 3D-Drucker ist aber ein Gegenargument.

Der 3D-Druckerhersteller Ultimaker hat das neue Modell Ultimaker S5 vorgestellt. Es handelt sich dabei wie beim Vorgänger Ultimaker 3 um einen Filamentdrucker, der sich an kleine Unternehmen richtet. Dementsprechend hoch ist auch der Preis: 5.500 Euro kostet das System ohne Mehrwertsteuer. Dafür bekommen Kunden einen 3D-Drucker mit recht großem Druckraum und Dual-Extruder, der sowohl Stützmaterial als auch Baumaterial ausdrückt.

Das Bauvolumen des S5 ist mit 330 x 300 x 240 mm wesentlich größer als der Raum des Ultimaker 3, der maximal bis zu 215 x 215 x 200 mm fasst. Selbst der von Golem.de getestete Harzdrucker XYZ Nobel 1.0a kann da nicht mithalten. Der Drucker kann mit diversen Kunststoffmaterialien umgehen, wobei wie beim Vorgänger durch ein offenes System keine Herstellerbindung verlangt wird. Der Drucker ist dabei optimiert für PLA, Nylon, ABS, CPE, CPE+, PC, TPU 95A. Zusätzlich unterstützt er das Material Tough PLA als verbundstärkere PLA-Alternative und die in Wasser lösliche Stützsubstanz PVA.

Hohe Druckauflösung

So kann der Drucker mit einem Extruder beliebig dimensionierte Modelle bauen, während sie von PVA aus der sekundären Düse gestützt werden. Die Druckgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit maximal 24 Kubikmillimeter pro Sekunde an - so schnell wie der Ultimaker 3. Gedruckt wird ebenfalls auf einer Glasplatte. Im Herbst 2018 soll es aber auch Aluminiumplatten geben. Die Druckauflösung ist mit minimal 20 Mikrometern recht gut, aber keine Verbesserung zum Vorgänger. Das verringert eine raue geriffelte Oberfläche an Ausdrucken, die einer der größten Nachteile des PLA-Druckes gegenüber SLA-Harzdruck oder dem traditionellen Spritzgussverfahren ist.

Das Betriebsgeräusch des Druckers beträgt wie beim Vorgänger 50 dbA, der Leistungsbedarf liegt bei 500 Watt. Der Drucker lässt sich standardmäßig per WLAN, USB oder Ethernet betreiben. Entsprechende Buchsen sind am Gerät selbst vorhanden. Die Bedienung des Druckers erfolgt über einen Touchscreen. Vom Computer aus lässt sich der Druckprozess mittels integrierter Kamera auch begutachten. Die Steuerungssoftware ist das Open-Source-Programm Ultimaker Cura. Darüber lassen sich Dateien in den Formaten Stl, 3mf und Obj importieren.

Der Ultimaker S5 wird mit einjähriger Herstellergarantie ausgeliefert. Im Paket enthalten ist auch eine 750-Gramm-Spule mit PLA-Kunststoff. Das Gerät ist ab dem 15. Mai 2018 erhältlich.  (on)


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