Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/glasfaser-telekom-und-vodafone-kaempfen-um-gewerbegebiete-1805-134191.html    Veröffentlicht: 02.05.2018 18:14    Kurz-URL: https://glm.io/134191

Glasfaser

Telekom und Vodafone kämpfen um Gewerbegebiete

Nach der Telekom hat auch Vodafone einen Ausbau der Gewerbegebiete in Bayreuth mit Glasfaser angekündigt. Jetzt beginnt parallel die Nachfragebündelung.

Vodafone will Gewerbegebiete in Bayreuth mit FTTB (Fiber To The Building) ausstatten. Das gab das Unternehmen am 2. Mai 2018 bekannt. Dabei werde jedes Gebäude mit einer Glasfaserleitung an die Verteilstationen angeschlossen. Auch die Deutsche Telekom kündigte am Mittwoch an, dass Bayreuth eine der Städte sei, wo die Gewerbegebiete mit Fiber To The Home (FTTH) ausgestattet würden.

Insgesamt sollen von Vodafone rund 500 Unternehmen vor Ort mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde an das Internet angeschlossen werden.

Vodafone bietet für Kleinstbetriebe Zugänge mit 200 MBit pro Sekunde, für mittelständische Unternehmen wahlweise mit 500 oder 1.000 MBit/s und für Großunternehmen Gigabit-Anschlüsse mit symmetrischer Bandbreite. Damit der mehrere Millionen Euro teure Ausbau beginnt und sich für Vodafone lohnt, müssen mindestens 35 Prozent der erreichbaren Unternehmen einen Glasfaser-Anschluss von Vodafone wählen. Die Nachfragebündelung beginnt ab sofort.

Mit der sogenannten GigaGewerbe-Initiative will Vodafone bis 2021 deutschlandweit rund 100.000 Firmen in 2.000 Gewerbegebieten anbinden. In den Gewerbegebieten Bayreuths sind Unternehmen oft über DSL-Anschlüsse mit dem Internet verbunden, erklärte Vodafone. Je nach Auslastung kämen beim Kunden nur wenige hundert Kilobit pro Sekunde an.

Überall, wo Vodafone Glasfaser verlegt, baue ein anderes Unternehmen genau daneben. Das sagte der Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, auf der VATM-Festveranstaltung am 21. März 2018 in Berlin mit Blick auf die Deutsche Telekom. "Das ist sinnlos, das ist Verschwendung", betonte er. Ametsreiter erklärte, dass die Koaxialkabelnetze bis zu 10 GBit/s erreichen könnten. Daher müsse die Bundesregierung klar sagen, dass 1 Gigabit pro Sekunde die Untergrenze für das Ziel beim Netzausbau sein müsse. "Gigabit ist die Unterkante", betonte er.  (asa)


Verwandte Artikel:
Förderung: Bayern will Mobilfunklöcher schnell schließen   
(30.04.2018, https://glm.io/134148 )
FTTH: Telekom bietet mehr Glasfaser für Firmenkunden   
(02.05.2018, https://glm.io/134171 )
FTTH/B: M-net steigert seine Kundenzahl   
(02.05.2018, https://glm.io/134182 )
FTTH: QSC und Deutsche Glasfaser arbeiten zusammen   
(02.05.2018, https://glm.io/134176 )
Telekom Austria: A1 kündigt Glasfaserausbau auf dem Land an   
(30.04.2018, https://glm.io/134145 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/