Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalszahlen-amds-umsatz-bei-cpus-verdoppelt-sich-1804-134073.html    Veröffentlicht: 26.04.2018 00:02    Kurz-URL: https://glm.io/134073

Quartalszahlen

AMDs Umsatz bei CPUs verdoppelt sich

Weil sich die Ryzen- und Vega-Chips gut verkaufen, macht AMD den doppelten Umsatz in dieser Sparte. Der Gesamtumsatz steigt um über ein Drittel, der Gewinn fällt wieder hoch aus. Das Konsolengeschäft aber verliert.

AMD hat die Resultate des ersten Quartals 2018 veröffentlicht und die Erwartungen der Anleger übertroffen: Verglichen mit dem Vorjahresquartal und unter Berücksichtigung des neuen Rechnungslegungsstandards ASC 606 stieg der Umsatz von 1,178 Milliarden US-Dollar auf 1,647 Milliarden US-Dollar, und statt einem Verlust von 33 Millionen US-Dollar machte der Hersteller rund 88 Millionen US-Dollar Gewinn. Hintergrund ist der fast verdoppelte Umsatz in der CPU- und GPU-Sparte.

Statt 573 Millionen US-Dollar stehen dort 1.115 Millionen US-Dollar zu Buche, der Gewinn betrug 138 Millionen US-Dollar statt 21 Millionen US-Dollar Verlust. Diese Zahlen umfassen die älteren Ryzen 1000 (Summit Ridge), die Ryzen 2000 mit Grafikeinheit (Raven Ridge Desktop & Raven Ridge Mobile) sowie Polaris-basierte Grafikkarten wie die Radeon RX 580/570 und die Vega-Modelle wie die Radeon RX Vega 64/56. Die Nachfrage sei vor allem auf Gaming und Crypto-Mining zurückzuführen. Die neuen Ryzen 2000 (Pinnacle Ridge) sind am Umsatzanstieg kaum beteiligt, da sie erst vor wenigen Tagen auf den Markt kamen.

Das Server- und Semi-Custom-Segment setzte 532 Millionen US-Dollar statt 605 Millionen US-Dollar um, der Gewinn verringerte sich von 55 Millionen US-Dollar auf 14 Millionen US-Dollar. AMD betonte, dass sich der Umsatz mit den Epyc-CPUs verglichen zum vierten Quartal 2017 verdoppelt habe und auch Embedded-SoCs wie die Ryzen V1000 gut liefen. Bedingt durch die mittlerweile seit Jahren verfügbare Playstation 4 und Xbox One sowie die mittlerweile etablierte Playstation 4 Pro (Test) und Xbox One X (Test) fielen Umsatz und Gewinn im Konsolengeschäft niedriger aus - das war aber zu erwarten.

AMD nutzt die guten Zahlen der vergangenen Monate, um das Budget für Forschung und Entwicklung (R&D) zu erhöhen: Es betrug 343 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2018 statt 271 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Für das zweite Quartal 2018 geht AMD von einem Umsatz von 1,725 Milliarden US-Dollar und damit einem Anstieg von etwa 50 Prozent im Jahresvergleich aus.  (ms)


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