Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/call-of-duty-black-ops-4-bietet-offenbar-keine-kampagne-1804-133911.html    Veröffentlicht: 18.04.2018 10:28    Kurz-URL: https://glm.io/133911

Call of Duty

Black Ops 4 bietet offenbar keine Kampagne

Das Entwicklerstudio Treyarch wird wohl nicht rechtzeitig fertig: Erstmals dürfte mit Black Ops 4 ein Call of Duty keine Einzelspielerkampagne bieten. Stattdessen sollen mehr Koop-Modi und Battle Royale die Lücke füllen.

Das nächste Call of Duty wird vermutlich das erste ohne Kampagne. Mehrere US-Medien, darunter Polygon und Kotaku, berichten mit Bezug auf jeweils unterschiedliche Quellen, dass es in dem für Oktober 2018 anvisierten Actionspiel Black Ops 4 nur Multiplayerinhalte geben wird. Grund sei, dass das Entwicklerstudio Treyarch mit der Produktion des Einzelspielermodus nicht mehr rechtzeitig fertig werden könne. Die Meldungen erscheinen glaubhaft: In den vergangenen Jahren hatten die genannten Magazine mehrfach vorab Material sowie Informationen über Call of Duty veröffentlicht, die im Nachhinein bestätigt wurden.

Black Ops 4 soll stattdessen mit besonders vielen Multiplayermodi punkten. So soll es mehr Zombie- und sonstige Koop-Einsätze als in den Vorjahren geben. Außerdem soll auch Call of Duty auf Battle Royale setzen - diese Gerüchte gibt es schon länger. Details sind noch nicht bekannt. Das Programm ist vermutlich in einem modernen Szenario angesiedelt. Activision wollte die Meldungen nicht kommentieren, sondern hat auf die offizielle Ankündigung des nächsten Call of Duty am 17. Mai 2018 verwiesen. Falls die Meldungen stimmen, dürfte das Fehlen einer Kampagne für den Publisher durchaus ein Problem darstellen - zumal es mit Fortnite und Pubg bereits zwei etablierte und sehr erfolgreiche Battle-Royale-Konkurrenten gibt.

In der Öffentlichkeit wird zwar gerne das Bild vermittelt, dass sich die meisten Spieler primär für Multiplayer interessieren. Unter der Hand ist aus der Branche aber immer wieder zu hören, dass nach wie vor ein sehr großer Anteil der Käufer bei Call of Duty wegen der schon seit Jahren sehr aufwendig in Szene gesetzten Soloeinsätze zugreift.

Bereits im März 2018 hatte Activision zusammen mit einem kurzen Teaser den Erscheinungstermin von Black Ops 4 angekündigt. Das Programm soll am 12. Oktober 2018 auf den Markt kommen. Das ist früher als in den vergangenen Jahren, was vermutlich mit Red Dead Redemption 2 zusammenhängt: Das Wildwest-GTA von Rockstar Games soll am 26. Oktober 2018 veröffentlicht werden und dürfte dann erst mal das Freizeitbudget von sehr vielen Spielern für ein paar Wochen für sich beanspruchen.  (ps)


Verwandte Artikel:
Call of Duty WW2 im Test: Der Zweite Weltkrieg als Ballerbude   
(06.11.2017, https://glm.io/130974 )
Krieg: Vom Modder zum Marine   
(21.03.2018, https://glm.io/133435 )
Action: Black Ops 4 und The Division 2 angekündigt   
(09.03.2018, https://glm.io/133235 )
Red Dead Redemption 2: Battle Royale im Wilden Westen   
(07.02.2018, https://glm.io/132627 )
Infinity Ward: Der Code von Call of Duty   
(20.03.2018, https://glm.io/133404 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/