Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/elektroauto-tesla-model-3-soll-nun-rund-um-die-uhr-gebaut-werden-1804-133909.html    Veröffentlicht: 18.04.2018 07:44    Kurz-URL: https://glm.io/133909

Elektroauto

Tesla Model 3 soll nun rund um die Uhr gebaut werden

Die ehrgeizigen Ziele von Tesla-Chef Elon Musk sollen durch eine massive Ausweitung der Produktionszeiten noch erreicht werden. Das Model 3 soll nun an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr gefertigt werden. Ende Juni sollen 6.000 Stück pro Woche gebaut werden.

Tesla-Chef Elon Musk, der sich aufgrund der viel zu langsam anlaufenden Produktion des Model 3 inzwischen persönlich um die Abläufe kümmert und nach eigenen Angaben in der Fabrik übernachtet, will die Wochenproduktion bis Ende Juni 2018 auf 6.000 Stück erhöhen. Dies geht aus einer E-Mail an die Belegschaft hervor, die von Electrek veröffentlicht wurde.

Neben hunderten neuer Arbeitskräfte, die Musk einstellen will, soll die Produktionszeit des Model 3 auf einen 24/7-Betrieb umgestellt werden. Den mehrtägigen Stopp der Produktion rechtfertigte Musk mit Umbaumaßnahmen, die erforderlich seien, um das Ziel zu erreichen. Jüngst gab Musk zu, dass seine Automatisierungsbestrebungen zu ambitioniert gewesen seien.

Die Vorgabe von 6.000 Stück pro Woche ist nach Darstellung von Musk erforderlich, um unter Berücksichtigung einer Fehlerspanne das angekündigte Ziel von 5.000 Autos pro Woche zu erreichen. Musk drohte den Zulieferern und Abteilungsleitern, sie bräuchten eine sehr gute Entschuldigung, wenn sie mit den neuen Vorgaben überfordert seien, und müssten ihm persönlich einen anderen Plan zur Lösung des Problems unterbreiten.

Eigentlich war schon Ende 2017 geplant gewesen, 5.000 Einheiten pro Woche zu fertigen. Das Ziel wurde dann auf Ende Juni 2018 verschoben. Im März konnte Tesla nur etwas mehr als 2.000 Stück pro Woche bauen.

Musk gab in dem Schreiben auch Produktivitätstipps an seine Belegschaft: Keine überlangen Meetings, generell weniger Sitzungen und ein Ende der Besprechung, wenn diese keinen Mehrwert mehr schaffe. Außerdem sollten keine eigens erfundenen Abkürzungen für Objekte, Software oder Prozesse genutzt werden, weil dies die Kommunikation behindere. Diese müsse über den kürzesten Weg zur Erledigung der Arbeit erfolgen, nicht über die Befehlskette. Die schlechte Kommunikation zwischen den Abteilungen müsse durch einen direkten Informationsfluss zwischen allen Ebenen beseitigt werden.  (ad)


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