Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nest-cam-iq-aussenkamera-smarte-4k-ueberwachungskamera-verspaetet-verfuegbar-1804-133747.html    Veröffentlicht: 10.04.2018 09:16    Kurz-URL: https://glm.io/133747

Nest Cam IQ-Außenkamera

Smarte 4K-Überwachungskamera verspätet verfügbar

Mit erheblicher Verspätung kommt Nests smarte Überwachungskamera für den Außenbereich auf den Markt. Mit der 4K-Kamera sollen sich Gärten oder andere Außenanlagen optimal überwachen lassen. Eine Intelligenz soll dabei für möglichst wenig falsche Alarme sorgen.

Nach einer Verzögerung von fast einem halben Jahr hat Nest die smarte 4K-Überwachungskamera Cam IQ Outdoor auf den deutschen Markt gebracht. Eigentlich sollte die Kamera bereits im November 2017 verfügbar sein. Am Preis von 380 Euro hat sich nichts geändert. Die Cam IQ Outdoor ist die Außenversion der normalen Cam IQ für den Innenbereich.

Die Cam IQ-Außenkamera ist wasserfest nach IP66, so dass die Kamera auch bei Regen funktioniert. Sie hat eine Halterung, die nicht ohne weiteres abgeschraubt werden kann. Damit sollen Manipulationen an der Kamera verhindert werden.

In der Kamera steckt ein 4K-Bildsensor, Videos werden allerdings nur in Full-HD-Auflösung aufgenommen, also mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Die 4K-Fähigkeit nutzt die Kamera, um bei Bedarf digital in das Bild hineinzuzoomen und trotzdem noch ein sehr gut erkennbares Bild liefern zu können. Hierfür kommt auch HDR-Bildverarbeitung zum Einsatz.

Sobald die Kamera eine Person entdeckt hat, kann sie eine Personenwarnung aufs Smartphone senden, automatisch an die Person heranzoomen und deren Bewegung innerhalb des Sichtfeldes nachverfolgen. Für den Anwender ergibt sich der Eindruck, als gäbe es einen Kameramann, der die betreffende Person wie in einem Film verfolgt, verspricht Nest.

Die Bilder gelangen über leistungsfähige WLAN-Antennen in das heimische Netzwerk. Die Kamera hat ein drehbares Scharnier, das allerdings nicht elektronisch aus der Ferne verändert werden kann. Das Verdrehen der Kamera ist nur manuell direkt an der Kamera möglich. Für Nachtaufnahmen sind leistungsfähige Infrarot-LEDs eingebaut. Zudem sind Mikrofon und Lautsprecher vorhanden, um einen Eindringling bei Bedarf ansprechen zu können.

Intelligente Funktionen

Die Kamera kann ein Livebild etwa auf der Nest-App auf dem Smartphone anzeigen. Wenn die Kamera verdächtige Aktivitäten bemerkt, gibt es auf dem Smartphone eine Benachrichtigung und der Kamerabesitzer kann etwa vom Büro aus nachsehen, was sich vor dem eigenen Haus tut. Dabei werden Bewegungen im Bereich der Kamera registriert.

Für einige Funktionen der Kamera muss der Kunde ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Bei aktivem Nest-Aware-Abo können - abhängig vom gewählten Abomodell - Videoaufzeichnungen 10 oder 30 Tage aufgezeichnet werden. Ansonsten gibt es nur Momentaufnahmen der vergangenen drei Stunden. Falls die Kamera gestohlen oder zerstört wird, kann der Besitzer der Kamera den Dieb so möglicherweise identifizieren.

Hello-Türklingel bereits gelistet

Die Kamera bietet Gesichtserkennungsmeldungen. Damit merkt sich die Kamera bekannte Gesichter und kann so Familienmitglieder von anderen Personen unterscheiden. Der Hersteller verspricht, dass das Training bekannter Gesichter nicht viel Zeit in Anspruch nehmen soll. Wenn sich also eine Person vor dem Haus bewegt, erfährt der Nutzer sofort, ob es ein Bekannter oder ein Fremder ist.

Die übrigen im September 2017 vorgestellten Nest-Neuerungen sind bislang nicht in Deutschland verfügbar. Irgendwann demnächst wird wohl die intelligente Türklingel Hello erscheinen. Sie ist bereits auf der deutschen Nest-Webseite gelistet, kann aber noch nicht bestellt werden. Die Klingel hat eine eingebaute Videokamera. Diese erlaubt es Nutzern nicht nur, Besucher zu betrachten, die geklingelt haben; die Kamera kann auch Personen erkennen, die sich im Eingangsbereich aufhalten und verdächtig wirken.

Es ist noch nicht bekannt, wann genau die Nest-Türklingel erscheint und wie viel sie in Deutschland kosten wird.  (ip)


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