Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kundenservice-bundesweiter-warnstreik-bei-telekom-1804-133742.html    Veröffentlicht: 09.04.2018 18:56    Kurz-URL: https://glm.io/133742

Kundenservice

Bundesweiter Warnstreik bei Telekom

In der Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Telekom wird bundesweit der Kundenservice bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi erwartet Einschränkungen bei der Servicequalität der Telekom.

Am 10. April 2018 wird bei der Deutschen Telekom bundesweit gestreikt. Das gab die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bekannt. "Mit den Warnstreiks machen die Beschäftigten deutlich: Wir erwarten ein deutlich verbessertes und akzeptables Angebot", sagte Verdi-Streikleiter Peter Praikow. Die Denkpause für die Konzernführung sei vorbei.

Von den Warnstreiks werde am Dienstag insbesondere der Kundenservice der Telekom bundesweit betroffen sein. "Es ist damit zu rechnen, dass sich die Arbeitsniederlegungen auf die Servicequalität der Telekom niederschlagen", erklärte Praikow.

Die Tarifverhandlungen für die 62.000 Beschäftigten werden am Mittwoch und Donnerstag in Euskirchen fortgesetzt. Dies sei der letzte vereinbarte Verhandlungstermin.

Verdi: Angebot liegt weit von Forderungen entfernt

Für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland sollen laut Konzernangaben die Gehälter der tariflich Beschäftigten zum 1. Juli 2018 um zwei Prozent steigen. Zum 1. März 2019 ist eine weitere Erhöhung um 1,7 Prozent vorgesehen. Gleiches gilt für die Auszubildenden und dualen Studenten im Konzern. Die Telekom strebt einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 28 Monaten an. "Mit diesem Angebot für eine deutliche Gehaltsanhebung unterstreichen wir unsere Bereitschaft, uns am Verhandlungstisch zu einigen", sagte Simone Thiäner, Geschäftsführerin Personal der Telekom Deutschland und Verhandlungsführerin. Verdi bewertete das Angebot des Konzerns in der laufenden Tarifauseinandersetzung als nicht akzeptabel.

Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld für bundesweit 62.000 Tarifangestellte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Vergütungen für dual Studierende und Auszubildende sollen um 75 Euro angehoben werden.  (asa)


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