Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spectre-v2-intel-liefert-keinen-microcode-fuer-core-2-duo-quad-1804-133657.html    Veröffentlicht: 04.04.2018 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/133657

Spectre v2

Intel liefert keinen Microcode für Core 2 Duo/Quad

CPUs der Core-2- und der ersten i7-Generationen werden von Intel nicht mit Microcode gegen Spectre v2 versehen, wohl aber einige ihrer Server-Pendants. Auch Sofia-Chips für Smartphones bleiben ungeschützt.

Intel hat seine Microcode Update Guidance aktualisiert (PDF) und damit bestätigt, dass diverse alte Prozessoren keine Updates gegen Spectre v2 erhalten werden. Betroffen sind die Core 2 Duo (Wolfdale) und die Core 2 Quad (Yorkfield), deren Mobile-Pendants (Penryn), die erste Core-i7-Generation (Bloomfield), die ersten Desktop-Sechskerner (Gulftown) und die Sofia 3GR genannten Chips für Smartphones. Bei einigen Xeon-Pendants spart sich Intel das Microcode-Update ebenfalls. Als Grund nennt der Hersteller die geringe Verbreitung der Chips, basierend auf Kunden-Feedback.

Die Yorkfield wurden 2007 veröffentlicht, dahinter verbirgt sich die zweite Core-2-Quad-Generation im 45-nm-Verfahren. Zuerst brachte Intel den Core 2 Extreme QX9650 im November 2007 auf den Markt, in den Monaten danach folgten beliebte Modelle wie der Q9550. Die Core 2 Duo (Wolfdale) wie der E8400 und die Xeon 5400 (Hapertown) für Server bleiben ohne Microcode gegen Spectre v2. Die Penryn sind die mobilen Ableger der 45-nm-Core-Serie mit einem Kern (Core 2 Solo), mit zwei Kernen und mit vier Kernen. Sie erschienen 2008 und 2009.

Als Bloomfield bezeichnet Intel die erste Core-i7-Generation, beginnend mit dem Core i7-965 im November 2008. Neben den Desktop-Modellen erhalten auch die Bloomfield-Xeons und die Embedded-Varianten (Jasper Forest) kein Microcode-Update. Für die Gulftown, Intels erste Sechskerner mit 32-nm-Technik wie der Core i7-980X von März 2010, spart sich Intel den Schutz ebenfalls. Die Server-Ableger, die Westmere-EP/-EX, hingegen sind gepatcht. Die mobilen 32-nm-Chips (Clarksdale), die intern aus einem CPU- und einem iGPU/MC-Die bestehen, müssen auf ein Microcode-Update verzichten.

Bei Sofia 3GR von 2015 fehlt der Spectre-v2-Schutz auch. Intel hatte diese gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Rockchip entwickelt, die Marktakzeptanz ist aber quasi null. Die Varianten Sofia 3G und Sofia LTE (Granite 4) hingegen wurden aktualisiert.  (ms)


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(14.03.2018, https://glm.io/133336 )

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