Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/brexit-300-000-eu-domains-koennten-verloren-gehen-1804-133620.html    Veröffentlicht: 01.04.2018 13:30    Kurz-URL: https://glm.io/133620

Brexit

300.000 .eu-Domains könnten verloren gehen

Wenn Großbritannien, Nordirland und Gibraltar die EU verlassen, dann können zahlreiche Domains verloren gehen. Europa-Domains gibt es nämlich nur für Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Wer nicht in der Europäischen Union ist, der darf auch keine .eu-Top-Level-Domain verwenden. Wie die Europäische Kommission mitteilte, verlieren nach dem Brexit Großbritannien, Nordirland und Gibraltar das Recht zur Nutzung von .eu. Laut der Registry Eurid muss etwa ein Unternehmen oder eine Person in der EU, Norwegen, Island oder Liechtenstein seinen beziehungsweise ihren Sitz haben. Mit dem Brexit fallen die Gebiete allerdings aus dieser Liste. Dann besteht sogar das Recht, Domainvergaben ab dem 30. März 2019 zurückzuziehen.

Derzeit sind zahlreiche Domains gefährdet. Ob die Eurid allerdings tatsächlich eingreifen muss, ist noch unklar.

Sogenannte Crown Dependencies, wie Jersey oder Isle of Man, sind davon nicht betroffen. Sie dürfen ohnehin keine .eu-Domains verwenden. Das gilt auch für britische Überseegebiete - mit Ausnahme von Gibraltar. Dort sind .eu-Domains bisher explizit erlaubt.

Betroffen sind zehn Prozent aller .eu-Domains, wie aus der Q4-2017-Statisik hervorgeht. Mit 317.286 Domains belegen Großbritannien, Nordirland und Gibraltar Platz vier in der Statistik.  (ase)


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