Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dsgvo-apple-kennzeichnet-datenabfragen-mit-eigenem-logo-1803-133605.html    Veröffentlicht: 29.03.2018 19:01    Kurz-URL: https://glm.io/133605

DSGVO

Apple kennzeichnet Datenabfragen mit eigenem Logo

Wer Apple-Produkte nutzt, soll künftig durch ein einheitliches Logo über Datenverarbeitung informiert werden. Außerdem wird es Möglichkeiten geben, die eigenen Daten zu korrigieren und Accounts stillzulegen.

Apple will iOS-Nutzer künftig besser über die Verarbeitung persönlicher Daten informieren als bislang. Dazu hat das Unternehmen aus Kalifornien ein neues Logo entwickelt, das immer dann erscheint, wenn Apple Informationen der Nutzer verarbeitet. Die Änderung soll mit dem kommenden Release der Betriebssysteme greifen.

Zusätzlich zu dem Logo bekommen Nutzer eine grobe Übersicht über die Art der verarbeiteten Informationen. Bei Bedarf können noch genauere Informationen angezeigt werden, die dann auch technische Merkmale der Verarbeitung offenlegen - also etwa, wenn die Mac-Adresse des iPhones übertragen wird. Die neue Kennzeichnung betrifft nur Apples eigene Produkte. Datenschutzanforderungen an App-Betreiber sind aber in den Richtlinien des App-Stores recht genau festgelegt - etwa die Verpflichtung TLS zu nutzen, wenn Kennwörter oder andere vertrauliche Daten übertragen werden. Apple wird außerdem zum Anwendungsstart der Datenschutzgrundverordnung ein neues Dashboard einfügen, bei dem Nutzer die über sie gespeicherten Informationen abrufen können. Dabei können zum Beispiel Backups von iCloud abgerufen werden. Andere persönliche Informationen sollen, soweit technisch möglich, als CSV-Datei abrufbar sein und können somit einfach weiterverarbeitet werden. Auch Änderungen fehlerhafter Daten könnten über das Portal vorgenommen werden.

Das Dashboard wird außerdem eine Möglichkeit bieten, den eigenen Apple-Account zu deaktivieren. Nutzer bekommen bei einer entsprechenden Anfrage einen Wiederherstellungsschlüssel, mit dem ein stillgelegter Account wiederhergestellt werden kann. Apple wird Löschanfragen vor der Ausführung prüfen, um Missbrauch oder Erpressungen zu verhindern.  (hg)


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