Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/finanzierung-tencent-kauft-anteil-an-online-bank-n26-1803-133424.html    Veröffentlicht: 20.03.2018 15:12    Kurz-URL: https://glm.io/133424

Finanzierung

Tencent kauft Anteil an Online-Bank N26

Wechat-Betreiber Tencent beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde der deutschen Smartphone-Bank N26. Die Bank will fünf Millionen Kunden gewinnen.

Die Smartphone-Bank N26 hat in einer neuen Finanzierungsrunde 160 Millionen US-Dollar erhalten. Das gab das Unternehmen am 20. März 2018 bekannt. Die Finanzierung wird von Allianz X, der digitalen Investment-Einheit der Allianz Gruppe, und dem chinesischen Internetkonzern Tencent angeführt.

Insgesamt hat N26 bis heute nach eigenen Angaben bislang 215 Millionen US-Dollar Finanzierung erhalten. Seit dem Markteintritt im Januar 2015 habe N26 rund 850.000 Kunden gewonnen. Ziel sei es, bis Ende 2020 mehr als fünf Millionen Kunden zu gewinnen.

"Wir freuen uns sehr, dass Allianz X und Tencent unsere Series C anführen", sagte Valentin Stalf, Chef und Mitgründer von N26.

"Wir sehen die steigende Nachfrage an digitalen Bankprodukten und -services im europäischen Markt" sagte Lin Haifeng, Managing Partner, Tencent Investment. Tencent ist - neben Alibaba und Baidu - der dritte große Internetkonzern in China. Er betreibt unter anderem den Instant-Messaging-Dienst Tencent QQ und den Chatdienst Wechat. Der 1999 gegründete Dienst Tencent QQ hat inzwischen rund 1 Milliarde aktive Nutzer pro Monat und ist einer der größten Messaging-Dienste in Asien. Wechat ist der meistgenutzte Chatdienst in China.

Die Finanzierungsrunde soll für die Expansion von N26 in den beiden neuen Märkten USA und Großbritannien in diesem Jahr beitragen. Gegenwärtig hat N26 insgesamt 380 Beschäftigte.

N26 - Berichte über Sicherheitsprobleme

N26 lässt seine Kunden auch im Login-Bereich durch mehrere Drittanbieter tracken. Das ergab eine Untersuchung durch die Browser-Erweiterung Cliqz, bei der mehrere deutsche Banken im Jahr 2016 auf ihr Nutzertracking hin geprüft wurden. Demnach erlaubt Number26 Javascripts oder Tracking-Pixel mehrerer Dritter wie Facebook, Google (Doubleclick, Analytics), Amazon (Cloudfront) oder TrackJS. Die übrigen untersuchten deutschen Banken waren meist wesentlich zurückhaltender.

Die API verriet im Dezember 2016 deutlich mehr Informationen über die Nutzer, als sie eigentlich sollte.  (asa)


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