Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/it-sicherheit-nur-acht-prozent-der-chrome-nutzer-aktivieren-noch-flash-1803-133193.html    Veröffentlicht: 07.03.2018 10:28    Kurz-URL: https://glm.io/133193

IT-Sicherheit

Nur acht Prozent der Chrome-Nutzer aktivieren noch Flash

Adobe Flash ist chronisch mit Sicherheitslücken durchsetzt. Vor allem Browserhersteller versuchen daher, die Risiken zu minimieren. Offenbar mit Erfolg: Nur noch acht Prozent der Chrome-Nutzer laden einmal am Tag eine Seite mit Flash-Inhalten.

Die Nutzung von Flash befindet sich im freien Fall. Im Jahr 2014 aktivierten rund 80 Prozent der Nutzer von Googles Chrome-Browser noch mindestens einmal am Tag eine Seite mit Flash-Inhalten, aktuell sind es nach Angaben der Google-Mitarbeiterin Parisa Tabriz auf dem Network and Distributed System Security Symposium in San Diego nur noch etwa acht Prozent.

Das von Adobe hergestellte Plugin soll bis Ende 2020 nach dem Willen des Herstellers komplett verschwinden, mittlerweile haben fast alle großen Videoseiten auf HTML5 umgestellt. Auch Werbung wird kaum noch in Flash ausgeliefert. Zuletzt hatten einige Spiele auf Facebook noch auf die veraltete und als chronisch unsicher geltende Software gesetzt.

Plugin ab Juli 2019 standardmäßig deaktiviert

Die Zahl von acht Prozent bedeutet allerdings nicht, dass Flash nur noch auf acht Prozent der Rechner installiert ist - denn Chrome nutzt Flash weiterhin, fordert aber für jedes einzelne Element die manuelle Aktivierung per Mausklick an. Nach Angaben von Bleeping Computers soll Flash nach und nach vollständig verschwinden. Ab der Chrome-Version 76, die im Juli 2019 erwartet wird, soll das Plugin standardmäßig in den Einstellungen deaktiviert werden. Wird es dann vom Nutzer eingeschaltet, müssen einzelne Inhalte in der Standardeinstellung immer noch per Mausklick aktiviert werden. Mit der Chrome-Version 87 soll Flash zum Endzeitpunkt der Entwicklung vollständig verschwinden. Diese Version ist für Dezember 2020 geplant. Sicherheitslücken in Flash werden immer wieder in aktiven Hacking-Kampagnen eingesetzt - zuletzt in Südkorea. Wer das Plugin nicht unbedingt braucht, sollte es schon heute deinstallieren.  (hg)


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