Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-verbesserte-kuenstliche-intelligenz-in-der-azure-cloud-1803-133117.html    Veröffentlicht: 02.03.2018 14:20    Kurz-URL: https://glm.io/133117

Microsoft

Verbesserte künstliche Intelligenz in der Azure-Cloud

Microsoft kündigt mehrere Neuerungen bei seinen KI-Systemen an. Der Custom Vision Service erstellt Modelle mit eigenen Klassifizierern, Face API kann bis zu einer Million Gesichter analysieren und Bing Entity Search eifert Googles weiterführender Suche nach.

Microsoft hat mehrere Neuerungen bei seinen KI-Diensten angekündigt. Custom Vision Service ist als öffentlich zugängliche Preview verfügbar. Außerdem wird die Gesichtserkennungsschnittstelle Face API mit einer neuen Nutzergruppe mit bis zu einer Million Beispielen erweitert. Die Funktion Bing Entity Search ist zusätzlich dazu verfügbar.

Custom Vision Service ist ein von Microsoft vorgefertigtes Machine-Learning-System, das von Nutzern mit eigenen Classifiern bestückt werden kann. Dazu wird eine möglichst große Menge an Referenzbildern hochgeladen, die von Anwendern beliebig beschriftet werden. In der Azure-Cloud wird daraus ein Modell trainiert. Per REST-API-Aufruf können Nutzer dann die Ergebnisse abrufen. Der Custom Vision Service soll auch Modelle in Apples CoreML-Format für iOS oder Googles Tensorflow-Format für Android-Smartphones übertragen können.

Gesichtserkennung für Massen

Die Face API ist eine Anwendungsschnittstelle, die ebenfalls in der Cloud angeboten wird. Das System erkennt Gesichter und dazugehörige Attribute, etwa das Alter der abgebildeten Person oder deren Gesichtsausdruck. Die Erweiterung auf Probandengruppen von einer Million Menschen pro Durchlauf weitet das Einsatzgebiet aus. So können representative Studien mit Machine Learning schnell erstellt werden.

Die Funktion Bing Entity Search, die mit der Neuerung allgemein erhältlich ist, ermöglicht Microsofts Suchmaschine Bing, anhand von Suchbegriffen passende Informationen einzublenden. In einem Beispiel zeigt Microsoft die Suche nach dem Yosemite-Nationalpark und den dazugehörigen Informationen. Eine ähnliche Funktion hat Konkurrent Google bereits länger. Dort ergibt eine Suche zu einem bestimmten Thema ebenfalls weiterführende Informationen.  (on)


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