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Pinnacle Ridge

AMDs Ryzen 7 2800X könnte 4 GHz Basistakt haben

In der Datenbank des 3DMark ist ein Ryzen 7 2700X aufgetaucht, der 300 MHz schneller läuft als der Ryzen 7 1700X. Für das kommende CPU-Topmodell, wohl Ryzen 7 2800X genannt, könnte das eine Frequenz von hohen 4,0 GHz Basis bis 4,5 GHz Turbo bedeuten.

Der kommende Ryzen 7 2700X läuft offenbar mit 3,7 bis 4,2 GHz. Darauf weist ein Screenshot von Tum Apisak hin, einem bekannten Leaker aus Bangkok, der zuletzt häufig Informationen zu noch nicht veröffentlichten Prozessoren zeigte. Der aktuelle Ryzen 7 1700X (Test) mit 95 Watt TDP hat eine Basisfrequenz von 3,4 GHz und einen XFR-Boost von 3,9 GHz. Das Taktplus von 300 MHz erinnert an den Ryzen 5 2600, der 65-Watt-Chip legt um 200 MHz zu.

Für den Ryzen 7 2800X, das wahrscheinliche Topmodell der Pinnacle-Ridge-Serie im April 2018, könnte das einen Basistakt von glatten 4 GHz und einen Boost von bis zu 4,5 GHz bedeuten. Der derzeitige Ryzen 7 1800X (Test) rechnet mit 3,6 GHz bis 4,1 GHz. Die neuen Chips werden im 12LP-Verfahren (12 nm Leading Performance) gefertigt. Der Prozess weist laut Hersteller eine mindestens 10 Prozent höhere Geschwindigkeit bei gleicher Leistungsaufnahme und eine um 15 Prozent gestiegene Transistordichte auf. Hintergrund ist das 7,5T- statt 9T-Design der verwendeten Bibliotheken.

Gemeinsam mit den Ryzen 2000 wird AMD auch neue Chipsätze für den Sockel AM4 veröffentlichen, darunter den X470. Aktuelle Mainboards mit X370, mit B350 und mit A320 sind mit den Pinnacle Ridge ebenfalls kompatibel, sofern ein passendes UEFI aufgespielt ist. Partner wie Asus haben ihre Platinen bereits aktualisiert, da AMD schon vor Monaten die entsprechende Agesa 1000a verteilt hat. Die AMD Generic Encapsulated Software Architecture enthält Microcode zur Optimierung der Prozessoren, den die Mainboard-Hersteller in ihre UEFI-Versionen integrieren.

Da schon die Raven Ridge (Test) mit integrierter Grafik schnellen DDR4-2933-Speicher unterstützen, ist ähnlich flotter RAM für Pinnacle Ridge denkbar. Eventuell gibt AMD die CPUs auch direkt für DDR4-3200 frei. Neben mehr Takt sollen die Chips noch Verbesserungen an den Caches, dem Speichercontroller und generell den Latenzen aufweisen, AMD spricht von Zen+ als Architektur. Der Turbo arbeitet zudem feiner, was die Leistung steigert.  (ms)


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