Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hardwaresound-valve-integriert-amds-true-audio-next-in-steam-audio-1802-132651.html    Veröffentlicht: 08.02.2018 11:04    Kurz-URL: https://glm.io/132651

Hardwaresound

Valve integriert AMDs True Audio Next in Steam Audio

Besitzer einer AMD-Grafikkarten können auf besseren Ton in neuen Spielen hoffen: True Audio Next wird mit Valves Steam Audio verknüpft, zudem gibt es Plugins für die Unity- und die UE4-Engine. Selbst die Fury X mit True-Audio-DSP werden noch unterstützt.

Valve hat die Steam Audio 2.0 Beta 13 veröffentlicht, als Neuerung wird AMDs True Audio Next unterstützt. Entwickler haben per SDK direkten Zugriff auf die Hardware-Sound-Integration in Radeon-Grafikkarten, was der Verbreitung zugute kommen dürfte. Bisher gibt es kein Spiel, das True Audio Next nutzt. Daher gibt es nun Plugins für die Unity- und die UE4-Engine sowie für die Musikbibliothek FMOD, was die Integration in neue Titel vereinfacht.

Steam Audio wurde vor einem Jahr vorgestellt und ist eine Entwicklerplattform für dreidimensionalen Sound, genauer HRTF-basierten binauralen Ton wie Hall oder Schallausbreitung. Damit ist AMDs True Audio Next ideal, denn es eignet sich zur Hardwarebeschleunigung von solchen im Englischen als Convolution bezeichneten komplexen Algorithmen.

True Audio Next hatte AMD bei der Polaris-Generation, sprich der Radeon RX 480, eingeführt. Anders als beim ursprünglichen True Audio steckt kein dedizierter DPS mehr im Grafikchip, sondern es werden Compute Units dafür genutzt. Die Granularität sieht ein Minimum von vier CUs vor, was 256 von 2.304 Rechenkernen bei der Radeon RX 480 entspricht. Valve sieht bei dieser Konfiguration und 256 Convolution-Kanälen einen Leistungsrückgang von etwa 10 Prozent in hauseigenen Benchmarks mit dem 3DMark Fire Strike.

Eine Unterstützung für True Audio Next gibt es bei der Radeon RX 480/470, der Radeon RX 580/570 und der Radeon RX Vega 56/64. Interessanterweise listet Valve auch die Fury (X) als kompatibel, da deren DSP ebenfalls verwendet werden kann. Voraussetzung ist in allen Fällen eine 64-Bit-Version von Windows 10 und AMDs aktuelle Radeon Software Adrenalin.  (ms)


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