Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hohe-nachfrage-elektroautos-kaum-zu-bekommen-1802-132649.html    Veröffentlicht: 08.02.2018 07:14    Kurz-URL: https://glm.io/132649

Hohe Nachfrage

Elektroautos kaum zu bekommen

Erst verkaufen sich Elektroautos schlecht, nun können die Hersteller nicht liefern: Der Elektro-Smart, der E-Golf oder der Hyundai Ioniq Elektro sind praktisch nicht zu bekommen. Die Hersteller haben die Nachfrage oft falsch eingeschätzt.

Die Hersteller können mit der steigenden Nachfrage nach Elektroautos offenbar nicht Schritt halten. Kunden müssen aufgrund von Fehlplanungen lange auf neue Fahrzeuge warten. Nach Informationen der Automobilwoche ist etwa der Elektro-Smart praktisch vergriffen. Die Wartezeit liegt bei bis zu einem Jahr. Daimler konnte nach eigenen Angaben innerhalb eines halben Jahres mehr elektrische Smarts verkaufen als von den Vorgängern 2013 und 2014 zusammen. 2017 wurden in Deutschland knapp 3.000 Fahrzeuge verkauft.



Bei Hyundai gibt es beim Ioniq-Elektro Lieferprobleme. Auch dort soll die Wartezeit bei einem Jahr liegen,, wie das Handelsblatt-Magazin Edison berichtet. Bei Tesla kann das Model 3 hierzulande noch überhaupt nicht und in den USA aufgrund von Produktionsschwierigkeiten in viel zu geringen Stückzahlen angeboten werden.

Volkswagen habe Lieferschwierigkeiten beim Elektro-Golf, berichtet das Manager Magazin. Der Automobilwoche sagte Volkswagen, dass Kunden bis zum vierten Quartal 2018 warten müssten. Die Fertigungskapazität könne aber von täglich 35 auf 70 Fahrzeuge erhöht werden. Renault und BMW haben hingegen bei den Elektroautos Zoe und i3 nur wenige Monate Wartezeit.

Nachtrag vom 8. Februar 2018, 10:59 Uhr
Mit 269.429 neu zugelassenen Pkw im Januar 2018 und mit einem Plus von 11,6 Prozent gab es deutlich mehr Neuzulassungen als vor einem Jahr. Pkw mit alternativen Antriebsarten wiesen im Januar 2018 zwei- bis dreistellige Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Elektroautos (2.764 Stück) wiesen ein Plus von 108,9 Prozent auf. Fahrzeuge mit Hybridantrieb (9.118 Stück) legten um 95 Prozent zu, darunter Plug-in-Hybride (2.870) um 87,2 Prozent.  (ad)


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