Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/assassin-s-creed-denuvo-und-vm-protect-bei-origins-ausgehebelt-1802-132570.html    Veröffentlicht: 04.02.2018 12:08    Kurz-URL: https://glm.io/132570

Assassin's Creed

Denuvo und VM Protect bei Origins ausgehebelt

Gut drei Monate nach der Veröffentlichung von Assassin's Creed Origins haben Cracker offenbar die PC-Version geknackt - die besonders aufwendig geschützt wurde. Allerdings soll es für neue Spiele schon wieder eine neue Version von Denuvo geben.

Die Kopierschutzsysteme der PC-Version von Assassin's Creed Origins (Test auf Golem.de) sind nach Angaben der Webseite Dsogaming.com gefallen - etwas mehr als drei Monaten nach der Veröffentlichung des Programms Ende Oktober 2017. Das ist auch deshalb etwas besonders, weil bei Origins ein besonders aufwendiges Verfahren die Anfertigung nicht lizenzierter Kopien verhindern sollte.

Zum einen kam Denuvo in Version 4.8 zum Einsatz - das war zum Start des Actionspiels von Ubisoft die aktuellste Fassung. Zum anderen hatte der Publisher zum Schutz von Denuvo selbst auch noch eine Virtualisierungslösung namens VM Protect über das Gesamtpaket gestülpt. Eine Zeit lang hatte es Spekulationen gegeben, dass durch diese Systeme die Leistung von Origins spürbar ausgebremste werden könnte, was sich dann aber nicht bestätigt hat.

Bei Ubisoft dürfte man über den Crack des Programms zwar alles andere als erfreut sein, aber immerhin konnten Schwarzkopien länger als drei Monate verhindert werden - also während der für den Umsatz besonders wichtigen Zeit direkt nach dem Verkaufsstart. Bei Sonic Forces ist offenbar die gleiche Version von Denuvo - aber ohne VM Protect - schon vor einigen Tagen geknackt worden.

Laut Dsogaming hat Denuvo bereits Version 5.0 seiner Software fertiggestellt, sie soll bei der PC-Ausgabe von Marvel vs Capcom: Infinite zum Einsatz kommen. Außerdem sei davon auszugehen, dass auch das für Ende März 2018 geplante Far Cry 5 diese Version verwendet.

Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz, der etwa das Vervielfältigen einer Disc verhindert. Stattdessen soll die Software dafür sorgen, dass die Online-DRM-Maßnahmen von Plattformen wie Steam und Origin nicht umgangen werden. Der Hersteller bezeichnet Denuvo deshalb nicht als Kopierschutz, sondern als Anti-Tamper-Software. In jüngster Zeit war Denuvo mehrfach relativ schnell geknackt worden. Bei dem im Oktober 2017 veröffentlichten Actionspiel Mittelerde - Schatten des Krieges sogar innerhalb weniger Stunden.  (ps)


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