Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/universal-stylus-initiative-google-unterstuetzt-einen-stift-fuer-alle-geraete-1802-132522.html    Veröffentlicht: 01.02.2018 11:16    Kurz-URL: https://glm.io/132522

Universal Stylus Initiative

Google unterstützt einen Stift für alle Geräte

Google tritt der Universal Stylus Initiative bei. Diese möchte einen Eingabestift für möglichst viele Endgeräte entwickeln. Auch Hersteller wie Intel, Lenovo und Wacom sind dabei, einige Marktführer wie Samsung und Microsoft aber nicht.

Google tritt der Universal Stylus Initiative (USI) bei. Das berichtet der britische Nachrichtenkanal BBC auf seiner Website. Teilnehmer dieses Projekts wollen einen einheitlichen Eingabestift für möglichst alle herkömmlichen Geräte auf dem Markt entwickeln. Neben Google sind viele Hardwarehersteller in dieses Vorhaben involviert. Dazu gehören Dell, Intel, Lenovo, LG und jetzt Google.

Auch das japanische Unternehmen Wacom unterstützt einen geräteübergreifenden Stift. Es gibt bereits ein erstes Ergebnis mit dem Konzept eines solchen Gerätes: Der Bamboo Ink ist ein Stylus, der zwischen dem Microsoft Pen Protocol und dem AES-Protokoll von Wacom umschalten kann. Golem.de konnte den Stift bereits testen.

Die USI wünscht sich neben der geräteübergreifenden Nutzbarkeit auch etwa speicherbare Einstellungen. Nutzer sollen dadurch Parameter wie die Farbe und die Strichstärke auf dem Stift speichern und auf allen unterstützten Geräten auswählen können. Ein Stift soll seine Frequenz dynamisch wechseln können, um Interferenzen zu vermeiden.

Viele führende Hersteller nicht dabei

Während Googles Beitritt für die Initiative eine gute Nachricht ist, sind einige fehlende Mitglieder eigentlich sehr einflussreiche Stylus-Hersteller. Microsoft mit seiner Surface-Reihe, Samsung mit dem S-Pen und Apple mit dem Apple Pencil gehören zu den Marktführern.

Diese Unternehmen verdienen mit ihrem proprietären Zubehör viel Geld. Daher ist es unwahrscheinlich, dass diese einen offenen Standard adaptieren. Allerdings hat sich beispielsweise Microsoft oft schon Open-Source-Projekten angenommen.  (on)


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