Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/raumfahrt-die-us-regierung-will-die-iss-nur-bis-2025-finanzieren-1801-132383.html    Veröffentlicht: 25.01.2018 12:00    Kurz-URL: https://glm.io/132383

Raumfahrt

Die US-Regierung will die ISS nur bis 2025 finanzieren

2025 ist Schluss: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will die ISS nur noch bis 2025 mit unterhalten. Technisch könnte die Raumstation bis 2028 im All bleiben.

Eine weitere Verlängerung soll es nicht geben: Geht es nach der Regierung von US-Präsident Donald Trump, wird die Mission der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) nicht ein weiteres Mal verlängert. Sie will die Finanzierung der Station 2025 einstellen.

Das gehe aus dem Entwurf für den Haushalt hervor, den die Trump-Regierung im kommenden Monat dem Parlament vorstellen wolle, berichtet das US-Online-Nachrichtenangebot The Verge. Die Journalisten haben den Entwurf einsehen können.

Der Kongress prüft den Haushaltsentwurf

Der Haushaltsentwurf soll am 12. Februar dem US-Kongress vorgelegt werden. Der könnte zwar bis dahin noch geändert werden. Zwei Informanten sagten The Verge jedoch, dass dieser Punkt drin bleiben solle. Die beiden Kammern müssen den Entwurf prüfen und ihm zustimmen.

Ursprünglich war geplant, dass die ISS bis zum Jahr 2020 im All bleiben sollte. 2014 beschlossen die an der Station beteiligten Partner eine Verlängerung der Mission um vier Jahre bis 2024. Implizit sind sie aber davon ausgegangen, dass die ISS bis 2028 betrieben wird. Technisch ist das möglich.

Was denken die Partner?

Entschieden ist das aber noch nicht. Es wird jedoch befürchtet, dass Trumps Haushaltsentwurf den Partnern signalisiere, dass die USA nicht daran interessiert seien, die ISS bis 2028 zu betreiben.

Die ISS ist derzeit der einzige Außenposten im All. Konkrete Pläne für einen westlichen Nachfolger gibt es noch keine. China baut eine eigene Weltraumstation, die 2022 im All sein soll. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) plant den Aufbau einer Raumstation in einer Mondumlaufbahn, die 2023 fertig sein könnte - vorausgesetzt, das Projekt wird finanziert.  (wp)


Verwandte Artikel:
Robotik: Defekter Robonaut kommt zurück zur Erde   
(16.02.2018, https://glm.io/132826 )
Jan Wörner (Esa): Trumps Idee einer ISS-Privatisierung ist unrealistisch   
(13.02.2018, https://glm.io/132751 )
Raumfahrt: US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug   
(12.02.2018, https://glm.io/132711 )
Raumfahrt: SpaceX schickt gebrauchtes Gespann zur ISS   
(12.12.2017, https://glm.io/131617 )
IBM: Watson wird in CIMON ins All geschossen   
(26.02.2018, https://glm.io/133005 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/