Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gaming-ueber-3-millionen-deutsche-spieler-machen-regelmaessig-e-sport-1801-132296.html    Veröffentlicht: 22.01.2018 12:34    Kurz-URL: https://glm.io/132296

Gaming

Über 3 Millionen deutsche Spieler treiben regelmäßig E-Sport

Immer mehr Spieler probieren E-Sport aus - um besonders hochdotierte Titel wie League of Legends und Dota 2 machen erstaunlich viele Hobbyathleten aber einen Bogen. Stattdessen sind Sportspiele und Shooter gefragt.

Rund jeder zehnte Spieler in Deutschland hat bereits selbst an einem E-Sport-Turnier oder an einer Liga teilgenommen - also fast vier Millionen Personen. Das hat der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) per Umfrage festgestellt. Laut der Erhebung treten knapp drei Millionen Spieler sogar regelmäßig oder zumindest von Zeit zu Zeit bei Turnieren oder in einer Liga an.

Auffällig ist, dass sich Hobbyathleten offenbar nicht allzu sehr für Mobas wie League of Legends oder Dota 2 interessieren, obwohl diese bei Profis wegen der hohen Preisgelder derzeit am beliebtesten sind - und obwohl deren Matches auf teils enormes Zuschauerinteresse stoßen. Laut BIU messen sich dann aber nur 26 Prozent der Spieler tatsächlich in Titeln aus diesem Genre.

Stattdessen sind Sportspiele wie Fifa oder Rennspiele wesentlich beliebter sowie Shooter wie Counter-Strike und Overwatch. Jeweils 42 Prozent der Spieler haben angegeben, in Titeln aus diesen beiden Genres wettkampfmäßig angetreten zu sein. 31 Prozent haben bereits E-Sport auf Basis von Echtzeit-Strategie - etwa Starcraft 2 - ausprobiert, und knapp 26 Prozent haben sich für Prügelspiele wie Street Fighter oder Tekken entschieden.

E-Sport-Vereine stoßen grundsätzlich auf Interesse

Die Branche kann langfristig auf weiteres Wachstum hoffen: Jeder fünfte deutsche Gamer könne sich laut BIU vorstellen, in Zukunft persönlich bei E-Sports-Events anzutreten: Darüber hinaus konnten sich rund 23 Prozent der Umfrageteilnehmer vorstellen, sich in einem E-Sports-Verein zu engagieren - solche Clubs gibt es vor allem an Schulen und Universitäten.

Die Daten stammen vom Marktforschungsunternehmen Yougov Deutschland. Sie wurden im Auftrag des BIU bei einer Onlineumfrage mit 2.000 Personen erhoben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und gelten als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.  (ps)


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