Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/facebook-nutzer-sollen-vertrauenswuerdigkeit-von-newsquellen-bewerten-1801-132274.html    Veröffentlicht: 20.01.2018 14:35    Kurz-URL: https://glm.io/132274

Facebook

Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

Facebook will mit einem neuen Schritt die Qualität der im Nutzerfeed angezeigten Nachrichtenquellen verbessern: Die User selbst sollen künftig bewerten, ob ein Medium vertrauenswürdig ist oder nicht. Positiv bewertete Quellen sollen priorisiert werden.

Der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, hat in einem Posting einen neuen Schritt zur Qualitätsverbesserung des Newsfeeds angekündigt. Künftig sollen in einem gewichteten Prozess die Nutzer selbst bewerten, ob sie eine Nachrichtenquelle für vertrauenswürdig halten.

Gut bewertete Medien sollen besser im Newsfeed gelistet werden

Outlets, die durch diese Bewertung als vertrauenswürdig gelten, sollen anschließend verstärkt im Newsfeed angezeigt werden. Als weniger zuverlässig geltende Quellen sollen entsprechend weniger Präsenz bekommen.

Um Missbrauch vorzubeugen, können Nutzer nicht einfach bei jeder Quelle angeben, dass sie sie für vertrauenswürdig halten. Dies könnte dazu führen, dass Quellen mit vielen Followern priorisiert werden, obwohl sie objektiv Falschmeldungen verbreiten.

Stattdessen will Facebook eine ausgeglichene und repräsentative Gruppe von Nutzern befragen, ob sie bestimmte Nachrichtenquellen kennen, und - falls ja - ob sie ihnen vertrauen. Dadurch soll ein Eindruck gewonnen werden, ob eine Quelle nur von ihren Lesern als vertrauenswürdig erkannt wird oder ob sie diesen Ruf auch in anderen Teilen der Gesellschaft genießt.

Neues Bewertungssystem startet zuerst in den USA

Aus den Ergebnissen der Umfrage will Facebook anschließend ableiten, welche Medien in den Newsfeeds besser gelistet werden. Zuerst will das soziale Netzwerk die neue Bewertung in den USA anwenden, später soll die Methode auch in anderen Ländern eingeführt werden. Selbst entscheiden, ob ein Medium vertrauenswürdig ist oder nicht, will Facebook nicht.

Gleichzeitig will Facebook seine Umfragen, ob ein Beitrag informativ ist oder nicht, in Zukunft ausweiten. Der Informationsgehalt wird dabei auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Im Januar 2017 hatte Facebook angekündigt, generell wieder mehr persönliche Inhalte in den Newsfeed zu bringen. Der Anteil an Nachrichten soll von fünf auf vier Prozent sinken.  (tk)


Verwandte Artikel:
Rechtsstreit: Blackberry verklagt Facebook wegen Messaging-Patenten   
(07.03.2018, https://glm.io/133189 )
Soziales Netzwerk: Facebook will verstärkt lokale News anzeigen   
(30.01.2018, https://glm.io/132468 )
Nach dem Redesign: Snapchat entlässt zehn Prozent seiner Entwickler   
(08.03.2018, https://glm.io/133226 )
STAMP: Google arbeitet an Medieninhalten wie bei Snapchat   
(05.08.2017, https://glm.io/129325 )
Newsfeed: Facebook testet Themen auf Smartphones   
(30.12.2015, https://glm.io/118264 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/