Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fehlalarm-falsche-raketenwarnung-verunsichert-hawaii-1801-132162.html    Veröffentlicht: 14.01.2018 11:45    Kurz-URL: https://glm.io/132162

Fehlalarm

Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii

Fehlalarm per SMS: Zahlreiche Bürger und Besucher von Hawaii dachten für rund 30 Minuten, dass ein Raketenangriff auf die Insel kurz bevorsteht. Erst dann wurde der falsche Alarm zurückgerufen - ein Mitarbeiter soll einen falschen Knopf betätigt haben.

Einwohner und Besucher von Hawaii sind am 13. Januar durch eine falsche Raketenwarnung aufgeschreckt worden, die an alle Smartphones auf der Insel gesendet wurde. Auch zahlreiche Fernsehstationen unterbrachen ihr Programm, um die Warnung anzuzeigen. Nach der falschen Warnung dauerte es länger als 30 Minuten, um den Fehler zu korrigieren, wie US-Medien berichten.

In der Warnung hieß es: "Ballistische Raketenbedrohung mit Ziel Hawaii. Suchen Sie sofort Schutz. Dies ist keine Übung." Die Warnung ist brisant, weil Hawaii in Reichweite ballistischer Raketen aus Nordkorea liegen soll.

Die falsche Nachricht soll bei einem Schichtwechsel der zuständigen Mitarbeiter versendet worden sein. Gouverneur David Ige sagte: "Das hätte nicht passieren dürfen. [..] Das ist während einer Prozedur beim Schichtwechsel passiert, wo die Systeme durchgegangen und auf Funktionsfähigkeit geprüft werden und ein Mitarbeiter hat den falschen Knopf gedrückt."

Cell Broadcast warnt alle Smartphones und Handys

Für die Warnungen an lokale Smartphones wird ein bundesweites System verwendet, dass Nachrichten an alle in der entsprechenden Funkzelle befindlichen Smartphones und Handys verschickt (Cell Broadcast). Cell Broadcast arbeitet in allen gängigen Mobilfunkstandards, also derzeit GSM, UMTS, LTE und außerhalb Europas auch CDMA 2000. In den USA wird dieses System unter dem Namen Amber-Alerts auch eingesetzt, um vermisste Personen, insbesondere Kinder, zu suchen.

Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen wie ungewöhnliche Wetterereignisse über ein entsprechendes System verbreitet werden, meist wird dazu aber Katwarn genutzt. Katwarn kann per App abonniert werden, ein Versand per SMS setzt eine vorherige Registrierung für einen bestimmten Postleitzahlenbereich voraus.  (hg)


Verwandte Artikel:
FirePro W9100: AMD verdoppelt den Videospeicher auf 32 GByte   
(15.04.2016, https://glm.io/120346 )
Fluggastdaten: Regierung dementiert Hackerangriff auf deutsches PNR-System   
(10.03.2018, https://glm.io/133261 )
Geographic Messaging Service - Bei Betreten SMS   
(14.02.2007, https://glm.io/50535 )
Bundesregierung: 5G-Frequenzen nur bei flächendeckendem Ausbau   
(12.03.2018, https://glm.io/133282 )
LTE: Taiwan schaltet nach 2G- auch 3G-Netz ab   
(16.01.2018, https://glm.io/132200 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/