Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mark-zuckerberg-wieder-mehr-haustierbilder-statt-hass-1801-132139.html    Veröffentlicht: 12.01.2018 10:37    Kurz-URL: https://glm.io/132139

Facebook

Wieder mehr Haustierbilder statt Hass

Weniger Nachrichten, mehr persönliche Inhalte - selbst auf Kosten der Verweildauer: Mark Zuckerberg kündigt größere Umstellungen unter anderem in der Timeline von Facebook an.

In einem seiner eigenen Postings auf Facebook kündigt Firmenchef Mark Zuckerberg für die nächsten Monate größere Umstellungen in dem sozialen Netzwerk an. "Ich ändere die Vorgabe für unsere Produktteams von der zielgerichteten Unterstützung bei der Suche nach relevanten Inhalten so, dass sie euch helfen, sinnvollen sozialen Austausch zu haben", so Zuckerberg. Es soll mehr Beiträge von Freunden und der Familie geben - was auch ein Plus der gerne verspotteten Katzenbilder und ähnlicher Inhalte bedeuten dürfte. Gleichzeitig sollen spürbar weniger Beiträge von Firmen, Marken und Medien angezeigt werden.

Zuckerberg geht davon aus, dass durch die Änderungen die Verweildauer der Nutzer auf Facebook ebenso wie einige andere Werte über deren Engagement sinken. Als Beispiel nennt er die Communitys rund um TV-Serien und Sportmannschaften. Es gebe immer sehr engagierte Diskussionen bei Live Videos mit diesen Themen. Aber es passiere auch zu oft, dass die Nutzer dann doch nur passiv Filme anschauten, News läsen oder auf die nächste Aktualisierung warteten.

Hier sind also Änderungen zu erwarten. Zuckerberg hofft, dass die Mitglieder die Beschäftigung auf Facebook nach den Updates wertvoller finden werden und sich wohler fühlen und dass das "langfristig auch für unsere Gemeinschaft und unser Geschäft gut sein" wird.

Auch bei Instagram soll sich etwas ändern

Es werde Monate dauern, bis die offenbar auch für andere Plattformen wie Instagram geplanten Neuerungen überall umgesetzt seien. Zuerst werde man die Änderungen in der Timeline sehen.

Bereits in der Vorstellung seiner persönlichen Herausforderung für 2018 hatte Zuckerberg ungewohnt kritische Töne über die Auswirkungen von Facebook auf Gesellschaft und die Zufriedenheit der Mitglieder angeschlagen. Er hatte angekündigt, er wolle die Nutzer besser vor "Missbrauch und Hass schützen" und "sicherstellen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit sinnvoll verbrachte Zeit ist".  (ps)


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