Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/konkurrenz-fuer-cortana-alexa-kommt-auf-windows-computer-1801-132020.html    Veröffentlicht: 08.01.2018 13:00    Kurz-URL: https://glm.io/132020

Konkurrenz für Cortana

Alexa kommt auf Windows-Computer

Cortana bekommt Gesellschaft: Amazon will im Frühjahr eine Alexa-App für Windows 10 veröffentlichen. Die großen PC-Hersteller wollen ihre Gerät damit ausrüsten. Das alles passiert ungeachtet der geplanten Verzahnung zwischen Alexa und Cortana.

Amazon bringt Alexa auch auf Computer. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas kündigten die großen PC-Hersteller an, ihre Desktop-PCs und Notebooks mit der Alexa-App zu bestücken. Dazu gehören Acer, Asus, HP und Lenovo, die Kunden damit die Möglichkeit eröffnen, neben Cortana einen weiteren digitalen Assistenten zu verwenden.

Alexa-App reagiert auf Zuruf

Im Frühjahr will Amazon eine Alexa-App für Windows 10 veröffentlichen. Ob diese dann auch gleich für Deutschland erscheint, ist derzeit nicht bekannt. Der Start wurde in den USA auf der CES verkündet, wie The Verge und Windows Central berichten. Wenn die Alexa-App läuft, sollen Nutzer Alexa durch Zuruf aktivieren können, sofern der verwendete Computer ein ständig eingeschaltetes Mikrofon hat. Einige PC-Hersteller kündigten bereits Geräte mit Fernfeldmikrofonen an, die ähnlich gut auf Zurufe reagieren sollten wie Alexa-Lautsprecher. Zudem soll es möglich sein, die Alexa-App mittels Tastenkombination am PC zu aktivieren.

Derzeit ist noch unklar, ob die Alexa-App auch für Windows-10-Geräte erscheint, für die nicht ausdrücklich eine Alexa-Integration angekündigt wurde. Es wäre denkbar, dass die allgemeine Verfügbarkeit etwas später erfolgt, aber voraussichtlich wird die Alexa-App langfristig für alle Windows-10-Geräte erscheinen.

Verzahnung zwischen Alexa und Cortana geplant

Die eigenständige Windows-10-App ist unabhänging von der geplanten Verzahnung zwischen Alexa und Cortana. Diese sollte bereits Ende 2017 verfügbar sein, wurde von Amazon aber auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Einen neuen Termin für die Verbindung zwischen Alexa und Cortana verkündeten weder Amazon noch Microsoft. Es ist auch nicht bekannt, aus welchen Gründen die geplante Integration nicht pünktlich fertig wurde.

Das Ziel ist es, dass der jeweils andere digitale Assistent über den Basisdienst verwendet werden kann. Alexa könnte also Aufgaben von Cortana erledigen lassen, und Cortana würde Alexa-Funktionen ausführen. Wenn ein Alexa-Nutzer Cortana benutzt, soll das Muster für den Aufruf so aussehen: "Alexa, öffne Cortana." Danach folgt der Befehl, der für Cortana gedacht ist. Für Cortana-Nutzer heißt es dann: "Cortana, öffne Alexa", gefolgt vom entsprechenden Alexa-Befehl. Ob es am Ende genau so umgesetzt wird, ist nicht bekannt.

Mit einer eigenständigen Alexa-App wäre zumindest auf Windows-10-PCs die Nutzung beider digitaler Assistenten deutlich komfortabler, indem eben der gewünschte Assistent direkt verwendet wird. Die Alexa-Cortana-Integration würde dann vor allem auf Geräten eine Rolle spielen, die eher nicht darauf ausgelegt sind, mit zwei digitalen Assistenten verwendet zu werden, wie smarte Lautsprecher oder Streaminggeräte der Fire-TV-Modellreihe.  (ip)


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