Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/netzspeicher-tesla-speicher-verhindert-stromausfall-in-australien-1712-131842.html    Veröffentlicht: 23.12.2017 10:45    Kurz-URL: https://glm.io/131842

Netzspeicher

Tesla-Speicher verhindert Stromausfall in Australien

Wegen des Ausfalls eines Kohlekraftwerks hätten Menschen im Süden Australiens früher eine Weile ohne Strom auskommen müssen. Der von Tesla gebaute und kürzlich in Betrieb genommene Netzspeicher hat den Stromausfall verhindert.

Bewährungsprobe bestanden: Der von Tesla in Australien installierte Netzspeicher hat nach dem Ausfall eines Kraftwerks die Energieversorgung übernommen. Überraschend war, wie schnell das ging.

Etwa einen Monat, nachdem der Speicher in Betrieb genommen wurde, konnte er seinen Nutzen schon unter Beweis stellen: Als das Kohlekraftwerk Loy Yang im australischen Bundesstaat Victoria ausfiel, hielt der Speicher im benachbarten Bundesstaat South Australia die Stromversorgung in den betroffenen Regionen aufrecht.

Der Akku lieferte schockierend schnell Strom

Es habe nur 140 Millisekunden gedauert, bis der Speicher gespeicherten Strom ins Netz speiste. Das sei geradezu schockierend schnell gewesen, sagte Tom Koutsantonis, Energieminister von South Australia, in einem Radiointerview.

Vor allem ging es deutlich schneller als bei den bisherigen Systemen, die bei einem Stromausfall eingesetzt wurden: Ihre Notfallgeneratoren seien erst in etwa 10 bis 15 Minuten einsatzbereit, sagte Koutsantonis, das Kraftwerk Torrens Island sogar erst in einer halben bis einer ganzen Stunde.

Der größte Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus

Der von Tesla gebaute Akku speichert den Strom von einem nahegelegenen Windkraftwerk. Er hat eine Kapazität von über 120 Megawattstunden und ist damit der derzeit größte Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus.

Der Bundesstaat South Australia hatte den Bau des Speichers beschlossen, um die Stromversorgung zu sichern, vor allem in den Sommermonaten Dezember bis März. Anlass war ein großer Stromausfall im September 2016, von dem der gesamte Bundesstaat mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern betroffen war.

Tesla-Chef Elon Musk hatte gewettet, dass das Unternehmen es schaffen werde, einen solchen Speicher in 100 Tagen nach Vertragsunterzeichnung zu bauen. Falls es diese Frist nicht einhalte, übernehme Tesla die gesamten Kosten. Als der Vertrag Ende September unterzeichnet wurde, war die Anlage aber bereits zu einem nicht unerheblichen Teil fertig.  (wp)


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