Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streetscooter-elektroautos-bekommen-feinstaubfresser-1712-131791.html    Veröffentlicht: 21.12.2017 07:44    Kurz-URL: https://glm.io/131791

Streetscooter

Elektroautos bekommen Feinstaubfresser

Auch Elektroautos fahren nicht völlig emissionsfrei. DHL rüstet seine Streetscooter daher nun mit einem Feinstaubfilter aus, der so viele Staubpartikel aufnimmt, wie beim Fahren entstehen.

Auch die rund 5.000 elektrischen Streetscooter der Deutschen Post erzeugen durch Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb Feinstaub. Um diese lokalen Emissionen auszugleichen, haben DHL und das Unternehmen Mann+Hummel einen Feinstaubpartikelfilter für die Fahrzeuge vorgestellt. Dieser kann während der Fahrt genauso viel Feinstaub einsammeln, wie das Auto produziert. Im Testbetrieb werden die Filtermodule an fünf Streetscooter-Fahrzeugen verbaut. Danach könnte ein serienmäßiger Einsatz des Feinstaubfilters möglich sein.



Der Feinstaubpartikelfilter ist mit einem aktiven Filtersystem ausgestattet. Hinter dem Filter sind Ventilatoren eingebaut, die dem Filter Luft aus der Umgebung zuführen. Somit sind die Fahrzeuge auch im stehenden Betrieb in der Lage, Feinstaub aus der Umgebungsluft herauszufiltern. Deshalb nennt der Filterhersteller die Technik auch Feinstaubfresser.

Die Deutsche Post produziert ihren Elektrolieferwagen Streetscooter nicht nur für den Eigenbedarf, sondern verkauft die Fahrzeuge auch an Dritte. Alle Streetscooter-Modelle - einschließlich des Work S (E-Fahrrad) und des Work M (E-Dreirad) - sind frei verkäuflich. Im April 2017 kündigte das Unternehmen an, dass mindestens die Hälfte der diesjährigen Produktion für externe Interessenten wie Kommunen oder große Flottenkunden in Deutschland und Europa gedacht sei.

Die bisherigen Streetscooter-Lieferwagen sind recht klein. Deshalb stellte die Deutsche Post im August 2017 den Work XL auf Basis des Ford Transits vor. Dabei handelt es sich um einen größeren Lieferwagen mit einem Ladevolumen von 20 Kubikmetern. Geplant ist der Bau von 2.500 Autos, 150 Vorserienfahrzeuge sollen bis Ende 2017 zum Einsatz kommen.  (ad)


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