Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/vodafone-komplette-analogabschaltung-beginnt-ab-2018-1712-131537.html    Veröffentlicht: 07.12.2017 10:07    Kurz-URL: https://glm.io/131537

Vodafone

Komplette Analogabschaltung beginnt ab 2018

Vodafone ordnet mit der Analogabschaltung alle Senderplätze neu. Danach soll mit Docsis 3.1 1 GBit pro Sekunde angeboten werden. Der Prozess beginnt im kommenden Monat.

Vodafone wird ab Sommer 2018 in allen Regionen schrittweise die Analogabschaltung in den TV-Kabelnetzen durchführen. Das gab das Unternehmen am 7. Dezember 2017 bekannt. Bereits am 9. Januar 2018 zwischen 0 bis 6 Uhr testet der britische Telekommunikationskonzern die Umstellung als Erstes in der Pilotregion Landshut und Dingolfing.

Um die frei werdenden Bereiche nutzen zu können, muss Vodafone die Sender neu ordnen. Auch die für das Internet genutzten Frequenzen sind von der Umbelegung betroffen. Vodafone-Kunden, die ein CI+-Modul nutzen oder die gewohnten Sender nicht wiederfinden, müssen den Sendersuchlauf starten. Verbindet sich der Kabelrouter nach der Umstellung nicht automatisch mit dem Internet, muss das Gerät durch Aus- und Einschalten neu gestartet werden. Viele Digital-Receiver und Kabel-Router führten dies jedoch automatisch durch. Für den digitalen TV-Empfang ist ein DVB-C-Empfänger notwendig.

In Sachsen und in Bayern ist gesetzlich festgelegt, dass die analoge Kabelverbreitung zum 31. Dezember 2018 ausläuft.

Nach der Analogabschaltung "können wir in unserem Kabelnetz mit Docsis 3.1 ein Gigabit pro Sekunde anbieten", sagte ein Vodafone-Sprecher im Januar 2017.

Um im Downstream höhere Datenübertragungsraten mit Docsis 3.1 zu erreichen, werden die Frequenzbereiche des analogen Fernsehens freigemacht. Um auch höhere Upload-Raten für die Nutzer bereitzustellen, sollen die analogen Radiosender aus dem Kabelnetz verschwinden. Das Signal wird beim Kabelradio aus der Kabeldose direkt in die Stereoanlage geleitet. Die Sender liegen im Bereich zwischen 87,5 und 108 MHz, dies betrifft lokale und überregionale Sender. Docsis 3.1 will den Frequenzbereich zwischen 5 und 204 MHz für den Upstream nutzen.  (asa)


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