Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/pritzwalk-tele-columbus-baut-fiber-to-the-building-1712-131503.html    Veröffentlicht: 05.12.2017 17:14    Kurz-URL: https://glm.io/131503

Pritzwalk

Tele Columbus baut Fiber To The Building

Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus hat fast 1.500 Haushalte in Pritzwalk mit FTTB erschlossen. Geboten werden bis zu 400 MBit/s, im Upload nur 12 MBit/s - trotz FTTB.

Die Tele-Columbus-Tochter Pepcom hat ihr Netz in Pritzwalk in Brandenburg für die Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk ausgebaut. Das gab das Unternehmen am 5. Dezember 2017 bekannt. Es wurden insgesamt 1.445 Wohneinheiten sowie 22 Gewerbeeinheiten erschlossen.

"Es ist ein neu gebautes Netz in FTTB (Fiber To The Building) mit Mikroröhrchen in der Netzebene 4 zur späteren FTTH-Aufrüstung (Fiber To The Home)", erklärte Unternehmenssprecher Mario Gongolsky Golem.de auf Anfrage. Die Netzebene 4 ist die sogenannte letzte Meile im Kabelnetz, mit den angeschlossenen Hausübergabepunkten und den dahinter liegenden privaten Hausverteilnetzen.

Internetzugänge mit Datenübertragungsraten von bis zu 400 MBit/s sind im Angebot, im Upload gibt es nur 12 MBit/s. Ab Januar 2018 liefert der Netzbetreiber Pepcom unter seiner Marke Cablesurf ein TV-Angebot in SD und HD-Qualität in die Haushalte. Geboten wird auch eine Internet-Flatrate und eine Telefon-Flatrate ins Festnetz für monatlich 24,99 Euro. Nach dem siebten Monat steigt der Preis auf 49,99 Euro.

Tele Columbus: Wenig Wohnungen am Cluster

Pepcom Geschäftsführer Rüdiger Schmidt sagte, dass höchstens 32 Wohnungen an einem Cluster angebunden seien.

Der TV-Kabelnetzbetreiber Tele Columbus benannte sich im August 2017 in Pÿur, ausgesprochen wie das englische Pure, um. Die Marken Tele Columbus, Primacom, HL Komm oder Cablesurf sollen verschwinden. Die Pepcom-Gruppe mit der Marke Cablesurf und ihre Tochter KMS werden ab dem ersten Quartal 2018 zu Pÿur, ebenso der Geschäftskundenbereich HL Komm.

Die TV-Kabelnetzbetreiber lassen sich bewusst noch einige Jahre Zeit mit dem Ausbau von Docsis 3.1, wie Frank Posnanski, Finanzvorstand Tele Columbus, beim Anga-Pressegespräch am 21. November 2017 sagte. "Mehr wäre schon jetzt mit Docsis 3.0 möglich. Wir könnten jetzt schon 800 MBit/s anbieten. Aber keiner will es. Datenraten von 1 GBit/s würden nur die Nerds nehmen, und dann ist Feierabend." In fünf Jahren sehe das anders aus.  (asa)


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