Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apple-zu-bugs-in-high-sierra-leider-sind-wir-bei-diesem-release-von-macos-gestolpert-1711-131406.html    Veröffentlicht: 30.11.2017 10:35    Kurz-URL: https://glm.io/131406

Apple zu Bugs in High Sierra

"Leider sind wir bei diesem Release von MacOS gestolpert"

Apples Patch für den Root-Bug kann dazu führen, dass File-Sharing-Dienste nicht mehr funktionieren - es gibt aber eine einfache Lösung für das Problem. Das Unternehmen hat sich auch grundsätzlich zu Fehlern in MacOS High Sierra geäußert.

Apple hat am Mittwoch nach nur rund einem Tag einen Bug behoben, der Nutzern die Anmeldung mit Root-Rechten ohne Passwort ermöglicht hat. Der eilig geschriebene Patch weist jedoch selbst Fehler auf und Bedarf der Überarbeitung. Das Unternehmen entschuldigt sich außerdem bei seinen Nutzern - diese hätten Besseres verdient als fehlerhafte Software. In einigen Fällen soll das Update von Apple dazu führen, dass File-Sharing-Dienste nicht mehr funktionieren. Dann sollen Nutzer nach Angaben von Apple das Terminal öffnen und den Befehl " sudo /usr/libexec/configureLocalKDC" ausführen. Nach Eingabe der Berechtigungen kann das Fenster wieder geschlossen werden, die Dienste sollten dann wieder funktionieren.

Apple äußert sich zu Softwarequalität

Apple hat sich außerdem zur Softwarequalität in MacOS High Sierra geäußert. In einem Statement des Unternehmens heißt es: "Sicherheit ist eine Top-Priorität für jedes Apple-Produkt und leider sind wir da mit dem aktuellen Release von MacOS gestolpert." Nachdem die Sicherheitsabteilung am Dienstag auf den Fehler aufmerksam geworden sei, habe man sofort mit der Entwicklung von Gegenmaßnahmen begonnen. Tatsächlich gibt es schon rund zwei Wochen alte Fehlermeldungen zu der Sicherheitslücke, die aber keine vergleichbare Bekanntheit erlangten wie die vom Dienstag und Apple offenbar nicht bekannt waren.

Tatsächlich gibt es beim aktuellen Release von MacOS einige Fehler. So hat Apple zwar ein neues Dateisystem eingeführt, die Werkzeuge zur Dateisystemverwaltung fehlen aber. Außerdem gab es eine ganze Reihe von Sicherheitslücken - so verriet der Passworthinweis von verschlüsselten APFS-Volumes zwischenzeitlich das Passwort selbst und nicht nur einen Hinweis. Außerdem können Apps auf den Schlüsselbund zugreifen und Passwörter auslesen - ein Fehler, den Apple bislang nicht korrigiert hat. Apple schreibt jetzt, dass man die eigenen Fehler analysieren will: "Wir führen einen Audit unserer Entwicklungsprozesse durch, damit solche Fehler nicht noch einmal vorkommen." Man entschuldige sich außerdem bei allen Mac-Nutzern "dafür, dass [das Betriebssystem, Redaktion] mit dieser Sicherheitslücke veröffentlicht wurde und für die dadurch ausgelösten Bedenken."  (hg)


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