Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/symmetrische-1-gbit-s-telekom-baut-glasfaser-fuer-den-hamburger-hafen-1711-131351.html    Veröffentlicht: 27.11.2017 14:37    Kurz-URL: https://glm.io/131351

Symmetrische 1 GBit/s

Telekom baut Glasfaser für den Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen wird FTTH von der Telekom bekommen. Der Ausbau beginnt bereits im kommenden Jahr, möglich sind auch symmetrische 1-GBit/s-Anschlüsse. Hier wird bereits 5G getestet.

Das Hafengebiet Hamburg erhält von der Deutschen Telekom ab dem Jahr 2018 Glasfaser. Das gab das Unternehmen am 27. November 2017 bekannt. Rund 4.500 Betriebe sollen FTTH mit Datenraten bis zu 1 GBit/s erhalten.

Das Angebot reicht von einem asymmetrischen 100 MBit/s-Anschluss bis zum symmetrischen 1 GBit/s-Anschluss. Die Telekom wird dafür über 200 Kilometer Glasfaser verlegen und die Unternehmen direkt an das Glasfasernetz anbinden. Wer sich bis zu einer bestimmten Frist für einen Anschluss entscheidet, muss keine Anschlusskosten zahlen.

Ausgebaut werden die Gewerbegebiete Wilhelmsburg, Stenzelring I und II, Veddel, Kleiner Grasbrook, Altona Altstadt und Billbrook.

Hamburger Hafen ist 5G-Testfeld der Telekom

Der Hamburger Hafen wird zudem mit 5G Mobilfunk ausgestattet, dort werden logistische Anwendungen getestet. Die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) setzt bereits 5G ein. Eine 5G-Anlage wird auf dem Fernsehturm bei der Messe installiert, wodurch der Hafen weitgehend abgedeckt wird, dazu kommen weitere kleine Sendemasten.

Die zweijährige Testphase dauert bis Juni 2019. In dem Projektkonsortium 5G Monarch (5G Mobile Network Architecture), das auch in Venedig aktiv ist, sind Nokia, die Netzbetreiber Deutsche Telekom und Telecom Italia sowie der Ausrüster Huawei Deutschland und der Anwender Hamburg Port Authority aktiv. Hinzu kommen Hersteller wie Samsung Electronics mit seiner Niederlassung in Großbritannien und die spanische Landestochter des französischen IT-Dienstleisters Atos. 5G Monarch nutzt Network Slicing, um verschiedene Anwendungsfälle zu testen. Beim Network Slicing wird ein Netz logisch unterteilt, so dass verschiedene Dienste durch ein jeweils separates logisches Netz unterstützt werden. Das Konsortium setzt cloudfähige Netzprotokolle ein.  (asa)


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