Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kabelnetz-vodafone-kunde-erhaelt-statt-100-nur-20-mbit-s-1711-131337.html    Veröffentlicht: 26.11.2017 11:56    Kurz-URL: https://glm.io/131337

Kabelnetz

Vodafone-Kunde erhält statt 100 nur 20 MBit/s

Für ein Jahr nur 20 statt 100 MBit/s im Download liefern, das darf Vodafone in seinem TV-Kabelnetz. Der Betreiber zeigt sich immerhin nach Beschwerden kulant.

Einem Vodafone-Kabelnetzkunden stehen seit Juli 2017 dauerhaft statt den vertraglich vereinbarten maximalen 100 MBit/s nur 15 bis 20 MBit/s im Download zur Verfügung. Das hat der Betroffene Golem.de mitgeteilt. Das Unternehmen hat das Problem bestätigt.

Von der Vodafone-Kundenhotline hat der Nutzer erfahren, dass Bauarbeiten am Vodafone-Netz in Gilching im oberbayerischen Landkreis Starnberg der Grund für die niedrige Datenrate sind. Die Bauarbeiten in seinem Wohnort sollen noch bis Juli 2018 andauern. Nach Kenntnis des Betroffenen sind in dem Ort mit 18.000 Einwohnern alle Kunden von Vodafone Kabel betroffen.

Er stört sich daran, dass ihm das Unternehmen nicht von Anfang an die Wahrheit über die Bauarbeiten gesagt, sondern mit einer Störung argumentiert habe. "Vodafone hätte proaktiv eine Minderung anbieten sollen", sagte er. Ihm wurde Mitte November ein 50-prozentiger Preisnachlass vorgeschlagen.

Ein Vodafone-Sprecher hat Golem.de auf Nachfrage erklärt: "Der Sachverhalt wurde dem Kunden in einem persönlichen Gespräch ausführlich erläutert. Auch wurde ihm erklärt, welche Geschwindigkeiten wir ihm an seinem Anschluss in den von ihm gebuchten Tarif minimal garantieren und maximal liefern können. Nach dem Gespräch hat Herr S. mehrere Angebote von uns bekommen. Dabei stehen dem Kunden Gutschriften, vorübergehender Tarifwechsel mit Basispreissenkung und sogar die vorzeitige Kündigung (aus Kulanz) zur Auswahl. Jetzt liegt es an dem Kunden, sich für eines der Angebote zu entscheiden."

Vodafone will in seinem TV-Kabelnetz in Bayern zuerst großflächig eine Datenübertragungsrate von 1 GBit/s anbieten. Das hatte Firmenchef Hannes Ametsreiter im Januar 2017 angekündigt. Im Jahr 2019 sollen bis zu 70 Prozent aller Einwohner in Bayern die hohe Datenrate nutzen können.  (asa)


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